Donnerstag, 10. September 2015

"Hallo Ciao Maroc": Südtiroler in Marokko

Sei Jahren erkunden Jugendliche aus Südtirol beim Projekt "Hallo Ciao Maroc" Marokko. So auch heuer.

In den Familien waren die Gäste in das Alltagsleben eingebunden.
Badge Local
In den Familien waren die Gäste in das Alltagsleben eingebunden.

Das Projekt "Hallo Ciao Maroc" wird seit mittlerweile fünf Jahren vom Amt für Jugendarbeit und der OEW in Zusammenarbeit mit dem marokkanischen Verein Bassma organisiert. 

Gemeinsam erkundeten dieses Jahr wieder Jugendliche aus Südtirol und erstmals auch aus dem Trentino Rabat, die Hauptstadt Marokkos. Was sie erlebt haben, klingt fast wie aus einem Märchen aus tausendundeiner Nacht. 

Sabrina ist eine der 22 Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 20 Jahren, die im August Rabat, der Hauptstadt Marokkos, einen Besuch abstatteten, um sich selbst ein Bild vom Land und von den Leuten zu machen.

Und das ist während der zehn Tage ihres Aufenthalts auch sehr gut gelungen: "Sie zeigten uns ihr Leben und ihre Heimat und schenkten uns einen Einblick in ihre Kultur", bestätigt Sabrina. "Ich war etwas verdutzt, als alle auf uns zukamen und uns mit Umarmungen und Küsschen begrüßten", berichtet Sabrina, "denn so viel Herzlichkeit und Aufgeschlossenheit war ich von den Menschen zu Hause nicht gewohnt."

Zu Gast bei Brüdern und Schwestern

Untergebracht waren die Jugendlichen in Gastfamilien in verschiedenen Bezirken der Stadt und aus allen gesellschaftlichen Schichten. Wohlgefühlt und gut aufgehoben haben sich aber alle gefühlt.

"Da ihr Tagesrhythmus sehr anders war als der unsere, hatten wir immer Zeit bis spät in die Nacht, uns gegenseitig kennenzulernen, Tee zu trinken und zu tanzen", stellt beispielsweise Eva fest, "sie haben uns alle sofort ins Herz geschlossen, und meine Gastfamilie hat mich von Anfang an wie ein Familienmitglied aufgenommen und beschützt."

Auch David bestätigt, dass er mit seinem Gastbruder, Mohammed Ali, schöne Erlebnisse hatte und tief in die dortige Mentalität und Kultur eintauchen konnte.

"Schon bald habe ich mich in seiner Familie wie in meiner eigenen gefühlt", sagt David. Andreas war ebenfalls meist fast den ganzen Tag mit seinem "Bruder" unterwegs, wie er sagt, und hat so "wirklich eine zweite Familie und sehr viele neue Freunde" gewonnen.

LPA/stol

stol