Montag, 22. August 2016

Handgranate tötet Kind in Schweden

Die schwedische Polizei vermutet einen Bandenkrieg als Ursache. Der Sprengkörper wurde durch ein Fenster in ein Wohnhaus geworfen.

Links im Bild das Fenster, durch das der tödliche Sprengsatz geworfen worden ist.
Links im Bild das Fenster, durch das der tödliche Sprengsatz geworfen worden ist. - Foto: © APA/AFP

Die Explosion einer Handgranate hat einen Achtjährigen in Schweden getötet. Ein Unbekannter hatte den Sprengkörper durch ein Fenster eines Mehrfamilienhauses geworfen.

„In der Wohnung befanden sich viele Kinder und auch Erwachsene. Es hätte noch viel schlimmer ausgehen können“, sagte ein Sprecher der Polizei in Göteborg dem schwedischen Radio über den Vorfall am Montag. Der Bub sei zu Besuch bei der Familie gewesen, die in dem Haus wohnte, und hatte im Wohnzimmer geschlafen, als die Granate durch das Fenster flog.

Die Polizei vermutet, dass ein Bandenkrieg dahinter stecken könnte. An der Adresse sei ein Mann gemeldet, der wegen des Mordanschlags in einem Göteborger Restaurant verurteilt worden sei, bei dem im März 2015 zwei Menschen starben, sagte der Sprecher. „Wir werden sehen, ob das Motiv damit zusammenhängt.“ Die damalige Tat hatten die Ermittler auf eine Fehde rivalisierender Banden zurückgeführt.

apa/dpa

stol