Montag, 28. August 2017

„Harvey“ richtet in Texas große Schäden an: Mehrere Todesopfer

Zerstörte Häuser, überflutete Straßen und mehrere Todesopfer – der Sturm „Harvey“ hat im Süden der USA großes Unheil angerichtet. Wie die Behörden im Bundesstaat Texas am Wochenende mitteilten, starben in dem Sturm mit Spitzengeschwindigkeiten von 215 Stundenkilometern mindestens zwei Menschen.

Menschen bringen sich in Sicherheit.
Menschen bringen sich in Sicherheit. - Foto: © APA/AFP

Gouverneur Greg Abbott sagte, auch nach der Herabstufung des Orkans zu einem Tropensturm verschlimmere sich die Lage in den Sturmgebieten weiter. Die Zustände seien „schlecht und werden schlimmer“, sagte Abbott am Sonntag dem US-Nachrichtensender Fox News. Aktuelle Opferzahlen wollte er nicht nennen. „Wir werden sehen“, sagte der texanische Gouverneur lediglich.

Zuvor hatten die Behörden mitgeteilt, dass im Bezirk Aransas ein Mensch gestorben sei, als während des Sturms in seinem Haus ein Feuer ausbrach. In der größten texanischen Stadt Houston ertrank eine Frau, die sich in den Fluten aus ihrem Auto retten wollte.

Stärkster Wirbelsturm seit 12 Jahren

„Harvey“ hatte Texas am Freitagabend (Ortszeit) als Orkan der zweithöchsten Kategorie erreicht. Es war der stärkste Wirbelsturm auf dem US-Festland seit zwölf Jahren. Im Vorfeld waren hunderttausende Menschen in Sicherheit gebracht worden.

Das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) stufte „Harvey“ zwar später vom Hurrikan zum Tropensturm herunter, warnte zugleich aber vor „dramatischen und lebensbedrohlichen Überschwemmungen“. In der Region gab es weiter schwere Regenfälle. Vorhersagen zufolge könnte der Wirbelsturm noch mehrere Tage über der US-Golfküste verharren.

Flugverkehr eingeschränkt

„Harvey“ richtete unter anderem in Houston, der viertgrößten Stadt der USA, schwere Schäden an. Straßen verwandelten sich in reißende Flüsse. Die städtische Katastrophenschutzbehörde forderte die 2,3 Millionen Einwohner auf, wenn das oberste Stockwerk ihres Hauses nicht mehr sicher sei, sollten sie sich aufs Dach retten. Am kleineren der beiden Flughäfen von Houston wurden alle Flüge gestrichen, auf dem anderen wurde der Flugverkehr eingeschränkt.

Katastrophenfall ausgerufen

Vorsorglich hatte Trump auf Ersuchen von Gouverneur Abbott den Katastrophenfall für Texas ausgerufen. Damit können Bundesmittel zur Behebung der Sturmschäden freigegeben werden.

Ein für Anfang der Woche angekündigter Besuch des US-Präsidenten könnte sich allerdings verzögern. Er werde erst nach Texas reisen, wenn dies „keine Störung“ des Katastropheneinsatzes verursache, schrieb Trump auf Twitter. „Der Schwerpunkt muss auf Leben und Sicherheit liegen.“

apa/afp

stol