Sonntag, 15. April 2018

Herdenschutz: Warten auf Misserfolg?

Der Almsommer steht bevor. Um die Weidentiere besser vor Wölfen zu schützen, wird in Sexten jetzt ein Kurs für Hütehunde angeboten. „Wir müssen langfristig umdenken, wenn wir unser Vieh weiter auftreiben wollen“, sagt Organisator und Hirte Daniel Paratscha aus Stern. Doch die Politik spekuliert mit einer anderen Lösung.

Wie geht es mit den Tieren auf der Weide weiter?
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Wie geht es mit den Tieren auf der Weide weiter? - Foto: © shutterstock

Mitte Mai zieht Daniel Paratscha mit 250 Schafen in die Gegend um Rovereto. Zum ersten Mal ist es ein Wolfsgebiet, in dem er arbeiten wird. Angst davor hat der Hirte aus Stern im Gadertal nicht. „Wie die Hühner seit Jahrhunderten abends eingesperrt werden, damit sie nicht der Fuchs holt, müssen wir nun eben auch unsere Weidetiere wieder vor Großraubtieren schützen“, erklärt Paratscha (siehe Interview rechts).

Doch das Thema Herdenschutz ist weit komplexer und kostspieliger, als es auf den ersten Blick scheint. Ein paar Zäune anzukaufen reicht hier nicht aus. Es braucht primär mehr Hirten und vor allem ausgebildete Treib- und Herdenschutzhunde (Paratscha hat sieben Stück für seine 250 Schafe). Und selbst dann tut sich ein neues Problem auf: Denn Hütehunde sind keine Schoßhündchen – das zeigen Zwischenfälle mit Wanderern oder Radfahrern in der Schweiz.

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe der Sonntagszeitung "Zett".

z/mh

stol