Montag, 19. März 2018

Heute ist Vatertag: Mehr Zeit für die Kinder

40 Prozent der Väter zwischen 30 und 44 Jahren, die in einem privaten Unternehmen arbeiten, wünschen sich mehr Zeit für ihre Kinder. Das hat das Astat in der Familienstudie erhoben. Aber auch den Grund dafür: Sie haben Angst, im Beruf benachteiligt zu werden.

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Foto: © shutterstock

Christa Ladurner von der Allianz für Familie nimmt diese Zahlen zum Anlass, am Vatertag an Politik und Betriebe zu appellieren: „Für bestimmte Lebensphasen braucht es flexiblere Arbeitszeiten“.

„In Südtirol gibt es jährlich 5000 Geburten. Voriges Jahr haben 900 Frauen ihre Arbeit gekündigt – Frauen im Privatsektor, wohlgemerkt“, sagt Ladurner. Diese Zahlen seien bedenklich und im Übrigen ein ausschließlich italienisches Symptom in Europa.

„Leider ist es so, dass die Familien genau wissen, was sie brauchen, allerdings hat sich in den letzten Jahren kaum etwas getan in dieser Hinsicht. Die Gewerkschaften sagen, die Politik ist verantwortlich, die Politik sagt, die Unternehmen – die Verantwortung wird weitergeschoben und irgendwo bleibt die Umsetzung der Wünsche der Familien stecken“, schimpft Ladurner.

Es könne nicht sein, dass im Jahr 2018 Eltern im Berufsleben dafür bestraft würden, wenn sie ihre Kinder großziehen würden.

„Es ist kein Geheimnis, dass es Zeit braucht, um Kinder zu versorgen, es braucht die Möglichkeit, daheim zu bleiben, wenn sie krank sind. Und noch etwas ist zu sagen: Viele Buben wachsen ohne männliche Bezugsperson auf“, sagt Ladurner.

Es sei so, dass eben viele Frauen kündigten, die Väter dafür aber mehr arbeiten müssten, um die Familie auch erhalten zu können. 

D/uli

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol