Sonntag, 03. Dezember 2017

Hinweis auf U-Boot entpuppt sich als falsch

Bei der Suche nach dem mit 44 Menschen im Südatlantik verschollenen U-Boot der argentinischen Marine hat sich ein Hinweis auf seinen Verbleib als falsch herausgestellt. Zunächst hatten Aufnahmen und empfangene Signale auf das U-Boot in einer Meerestiefe von 477 Metern hingedeutet. Die Marine teilte am Samstag jedoch mit, dass es sich dabei wohl um einen gesunkenen Fischkutter handeln könnte.

Die Suche nach dem U-Boot wird fortgesetzt. - Foto: APA (AFP)
Die Suche nach dem U-Boot wird fortgesetzt. - Foto: APA (AFP)

Das U-Boot ARA „San Juan” wird weiter gesucht, die 44 Mitglieder der Besatzung wurden allerdings de facto für tot erklärt - es wird laut Marinesprecher Enrique Balbi nicht mehr nach Überlebenden gesucht. Unter anderem sind das argentinische Spezialschiff Víctor Angelescu und ein russisches Mini-U-Boot bei der Boot-Suche im Südatlantik im Einsatz.

Das U-Boot war am 15. November spurlos verschwunden. Es wird davon ausgegangen, dass es an Bord eine Explosion gab, womöglich wegen eines Kurzschlusses.

Die „ARA San Juan” war auf einer Überwachungsmission. Es hatte sich um eine Routinefahrt gehandelt, bei der nach Schiffen gesucht wurde, die illegal in argentinischen Gewässern fischten.

Das diesel-elektrisch angetriebene U-Boot war von Ushuaia in Feuerland ausgelaufen und befand sich rund 430 Kilometer vor dem Festland. Familienangehörige reagierten mit Unverständnis und Wut auf die Entscheidung, die Suche nach Überlebenden einzustellen.

apa/dpa

stol