Montag, 24. Oktober 2016

Hochferner: Suchzone erweitert, Rittner weiter vermisst

Die Tour zum Hochferner endete in einer Tragödie: Vier Rittner Eiskletterer sind am Samstag von einer Lawine in der Nordwand mitgerissen worden. Thomas Lun und Peter Vigl konnten nur noch tot geborgen werden. Die Suche nach Ulrich Seebacher und Andreas Zöggeler läuft weiter. Bisher vergebens.

Nach 2 der Eiskletterer wird noch gesucht, 2 konnten nur noch tot geborgen werden: (v.o.) Andreas Zöggeler, Ulrich Seebacher, Peter Vigl und Thomas Lun. - Foto: DLife/Privat
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Nach 2 der Eiskletterer wird noch gesucht, 2 konnten nur noch tot geborgen werden: (v.o.) Andreas Zöggeler, Ulrich Seebacher, Peter Vigl und Thomas Lun. - Foto: DLife/Privat

Seit 7.30 Uhr suchen die Trupps wieder nach Seebacher und Zöggeler (STOL hat berichtet). Die beiden 41-Jährigen vom Ritten sind nach dem Lawinenunglück am Samstag noch immer vermisst. 18 Personen des BRD Sterzing, des CNSAS-Bergrettungsdienstes, des BRD Gossensaß und der Finanzwache rückten in den frühen Morgenstunden zum Hochferner aus.

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Zudem steht das Team des Rettungshubschraubers Pelikan 2 im Einsatz. Der Hubschrauber der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega wurde indessen wieder abgezogen: Der Helikopter war eingesetzt worden, weil er ein Spezial-Handyortungsgerät an Bord hatte. Doch sein Einsatz brachte keine Ergebnisse.

Suchgebiet erweitert

Die Einsatzleitung hat Peter Payrer, Rettungsstellenleiter des BRD Sterzing, inne. Sein Stellvertreter Michael Oberhofer sagte im Gespräch mit STOL: „Bereits am Sonntag haben wir im Lawinenbereich alles gut abgesucht. Heute haben wir das Suchgebiet erweitert. Nun durchsuchen wir auch die Rückseite des Hochferner.“

Doch bisher verlief die Suche ins Nichts: Gegen die Mittagszeit waren Seebacher und Zöggeler noch immer vermisst.

Suchaktion startete in der Nacht auf Sonntag

Die gewaltige Lawine, die die Rittner Eiskletterer an der Hochferner Nordwand überraschte, hatte sich bereits am Samstag gelöst. Sie war 30 Meter breit und 500 Meter lang. Trotzdem war ihr Abgang vorerst unbemerkt geblieben. Erst in der Nacht auf Sonntag wurden die erfahrenen Alpinisten vom Ritten als vermisst gemeldet.

Sonntagfrüh konnten die Suchkräfte die Familienväter Thomas Lun (41) und Peter Vigl (44) nur noch tot bergen. Einsatzleiter Peter Payrer geht davon aus, dass die Alpinisten im steilen und eisigen Gelände von der Lawine mitgerissen worden waren. Nach den verbleibenden Kameraden Ulrich Seebacher (41) und Andreas Zöggeler (41) wird weiterhin gesucht.

stol

stol