Donnerstag, 28. April 2016

„Hotspots“ auf hoher See: Wie finden Sie Italiens neuen Plan?

Schon mitten im Mittelmeer und nicht erst an Land sollen Flüchtlinge erstmals erfasst werden: So sieht es der Plan vor, den Italien will seinen europäischen Partnern vorschlagen will, um die Identifizierung der im Mittelmeer geretteten Migranten noch vor ihrer Ankunft in Süditalien vorzunehmen. Geht Registrierung vor Erster Hilfe: Was denken Sie?

Auf hoher See soll registriert werden - und nicht an Land: Innenminister Angelino Alfano mit EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos (r.).
Auf hoher See soll registriert werden - und nicht an Land: Innenminister Angelino Alfano mit EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos (r.). - Foto: © LaPresse

Dies berichtete der italienische Innenminister Angelino Alfano nach einem Treffen mit EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos.

Die Fingerabdrücke der Migranten sollen an Bord der Rettungsschiffe abgenommen werden. Diese würden so de facto als Hotspots im Meer dienen, erklärte Alfano. Der Minister versicherte, dass Italien mittlerweile seinen Pflichten zur Identifizierung der Flüchtlinge voll nachkomme.
Avramopoulos bezeichnete Alfanos Vorschlag als „interessant“. „Wir müssen alle Aspekte dieses Vorschlags auch vom rechtlichen Standpunkt prüfen“, so Avramopoulos.

STIMMEN SIE AB: Hotspots auf hoher See: Wie finden Sie das?

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Die beiden Politiker eröffenten in Rom einen Sitz der Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union, kurz Frontex.

Österreichs neuer Innenminister in Rom

Alfano wird voraussichtlich seinen Plan auch Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) vorstellen, der am Donnerstagnachmittag in Rom erwartet wird. Sobotka wird ein Gespräch mit Alfano zum Thema Brenner-Kontrollen führen.

stol/apa

stol