Mittwoch, 10. Oktober 2018

Hurrikan „Michael” erreichte Küste Floridas

Das Zentrum des Hurrikans „Michael” hat in Florida das US-Festland erreicht. Die Wolkenwand, die unmittelbar das Auge des Wirbelsturms umschließt, treffe zwischen der Insel St. Vincent und der US-Stadt Panama City auf Land, teilte das nationale Hurrikan-Zentrum am Mittwochnachmittag mit. Es sei mit katastrophalen und lebensbedrohlichen Winden zu rechnen.

Der Sturm trifft am Mittwoch auf Land Foto: APA (AFP)
Der Sturm trifft am Mittwoch auf Land Foto: APA (AFP)

”Michael” ist mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde ein Wirbelsturm der Kategorie vier; die höchste ist fünf. Eine halbe Million Menschen sind aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Es ist der zweite Hurrikan binnen weniger Wochen, der auf den Südosten der USA trifft. Hurrikan „Florence” hatte Mitte September dort Milliardenschäden verursacht.

Für die Stadt Panama City Beach und andere tiefer gelegene Gebiete am „Panhandle” gelten Zwangsevakuierungen. 2,4 Millionen Bewohner wurden aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen, meldete CNN. Mindestens 34 Notunterkünfte wurden demnach geöffnet. Floridas Gouverneur Rick Scott nannte den Hurrikan „monströs”.

Die nationale Wetterbehörde warnte vor umstürzenden Bäumen. Autos und die oberen Stockwerke von Häusern seien nicht sicher, wenn große Bäume in der Nähe stünden. Reporter von CNN sagten, in vielen Gegenden sei der Boden durch Regenfälle so aufgeweicht, dass Bäume leicht umstürzten. Demnach wurden Krankenhäuser und Tankstellen in Küstennähe geschlossen, auch Straßensperren seien wahrscheinlich. Regale in Läden waren leer gekauft. Schäden an Gebäuden, abgedeckte Dächer und langanhaltende Stromausfälle wurden erwartet.

Auch im Binnenland kann es gefährlich werden: Die Hurrikan-Warnung gilt laut CNN solange, bis der Sturm Georgia erreicht. Seine Winde erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde. Heftiger Regen soll in den kommenden Stunden und Tagen voraussichtlich auch in Teilen Georgias, North und South Carolinas und im Südosten Virginias fallen.

Trotz der Warnungen haben laut CNN-Berichten Menschen auch direkt an der Küste beschlossen, in ihren Häusern zu bleiben und den Sturm über sich ergehen zu lassen. Einige haben ihn demnach auch unterschätzt und kommen nun nicht mehr weg.

Mitte September hatte Tropensturm „Florence” die Südostküste der USA getroffen und vor allem in North und South Carolina schwere Überschwemmungen verursacht. Mehrere Dutzend Menschen kamen durch „Florence” und die Folgen des Sturms ums Leben.

apa/ag.

stol