Mittwoch, 27. Januar 2016

Hygiene: Gewusst wie man mit Lebensmitteln arbeitet

„Hygiene ist in jedem Südtiroler Betrieb oberstes Gebot - insbesondere in jenen, die im Lebensmittelbereich tätig sind", so lautete der Tenor am Mittwoch bei der Vorstellung der Broschüre zur Lebensmittelsicherheit.

Sandro Pellegrini, Inhaber der Bäckerei Lemayr; Philipp Moser, SWR-Präsident; Landesrätin für Gesundheit; Maria Di Tommaso, Hygieneärztin im Südtiroler Sanitätsbetrieb – Dienst für Hygiene und öffentliche Gesundheit Bozen; Karin Bianchini, Direktorin des Landesamtes für Hygiene und öffentliche Gesundheit.
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Sandro Pellegrini, Inhaber der Bäckerei Lemayr; Philipp Moser, SWR-Präsident; Landesrätin für Gesundheit; Maria Di Tommaso, Hygieneärztin im Südtiroler Sanitätsbetrieb – Dienst für Hygiene und öffentliche Gesundheit Bozen; Karin Bianchini, Direktorin des Landesamtes für Hygiene und öffentliche Gesundheit.

"Mit dieser Broschüre möchten wir Unternehmer, die im Lebensmittelbereich tätig sind, unterstützen, damit sie ihre Angestellten in allen Fragen der Lebensmittelhygiene auch gut vorbereiten und schulen können“, betonten Landesrätin Martha Stocker und SWR-Präsident Philipp Moser unisono. 

Die schwarzen Schafe finden und bestrafen

Im Rahmen einer Pressekonferenz am Sitz der Bäckerei Lemayr in Bozen ist die Broschüre zur Lebensmittelsicherheit vorgestellt worden. STOL hat im Vorfeld mit Karin Bianchini, Direktorin vom Amt für Hygiene und öffentliche Gesundheit, gesprochen. Sie sagt: "Der Großteil der Lebensmittelbetriebe in Südtirol geht sehr achtsam und mit großer Verantwortung mit Lebensmitteln um, hält die gesetzlichen Bestimmungen ein und hat somit eine WEISSE Weste. Demgegenüber stehen aber auch in Südtirol - wie überall auf der Welt - SCHWARZE Schafe."

Es geht nicht nur um Hygiene

„Lebensmittelsicherheit geht uns alle an: Produzenten und Konsumenten“, erklärte Gesundheitslandesrätin Stocker. „Dabei geht es nicht nur um Hygiene, sondern wesentlich auch um die Vorbeugung von Krankheiten, Unverträglichkeiten und Allergien.“

Hygiene sei in jedem Südtiroler Lebensmittelunternehmen ausschlaggebend, es ist ein Aushängeschild für den Betrieb, betonte der SWR-Präsident und weiter: "Von daher ist es richtig und wichtig, dass die Mitarbeiter direkt im Unternehmen selbst, an ihrem Arbeitsplatz, geschult werden können, um mit den Abläufen und spezifischen Notwendigkeiten vertraut zu werden."

Dies ist auch laut EU-Verordnung Nr. 852 aus dem Jahr 2004 Gesetz. Das Land Südtirol hat erstmals seinen legislativen Spielraum in diesem Bereich genutzt und in enger Absprache mit dem Südtiroler Wirtschaftsring den direkten Vollzug dieser EU-Verordnung beschlossen.

Hier die Broschüre:

Die Broschüre enthält neben den rechtlichen Grundlagen allgemeine Informationen zur Hygiene, der Rücknahme von Lebensmitteln, des Transports von Lebensmitteln und der Warenkontrolle enthalten.

„Die Informationen sind kurz, kompakt und klar aufbereitet. Dadurch sind sie leicht verständlich und bilden eine erste Grundinformation für alle Personen, die im Lebensmittelbereich tätig sind“, betonen Karin Bianchini, Direktorin des Landesamtes für Hygiene und öffentliche Gesundheit, und Alexandra Silvestri, SWR-Geschäftsführerin. 

stol/ker

stol