Nach einer Anzeige des Opfers wurde der Mann unter dem dringenden Tatverdacht der Misshandlung und Bedrohung verhaftet. U-Richter Andrea Pappalardo hat nun die Haft bestätigt – auch weil er den 33-Jährigen als gefährlich einstuft.<BR /><BR />Wie so viele Liebesbeziehungen hatte auch jene des 33-Jährigen und der etwa gleichaltrigen Frau am gemeinsamen Arbeitsplatz in einem Heimwerkermarkt in Bozen begonnen. Doch schon bald soll der Mann ein merkwürdiges Verhalten an den Tag gelegt haben. Laut Angaben der Frau soll ihr Partner recht schnell einen wahren Kontrollwahn entwickelt haben. So musste sie, wenn sie ausging, ihm Fotos schicken, mit wem sie unterwegs war und wie sie sich gekleidet hatte. <h3> Schläge und Psychoterror</h3>Trotz dieses eigenartigen Verhaltens ihres Partners beschloss die Frau, zusammen mit ihm in eine Wohnung zu ziehen. Sobald die beiden zusammen unter einem Dach gelebt haben, soll das Martyrium aber erst richtig begonnen haben. Schläge und Psychoterror sollen an der Tagesordnung gewesen sein. So soll der Mann wiederholt handgreiflich gegen seine Partnerin geworden sein, sie wiederholt mit Fäusten, aber auch mit Kopfhieben traktiert haben. <BR /><BR />Auch psychisch soll der 33-Jährige die Frau kleingemacht haben. Nicht zuletzt soll er seiner Lebensgefährtin sogar mit dem Tod gedroht haben. Letzteres soll laut Ermittlungen sogar per WhatsApp passiert und somit klar belegt sein.<h3> Festnahme sofort nach der Anzeige</h3>Vor Kurzem nahm die Frau dann allen Mut zusammen und flüchtete aus der gemeinsamen Wohnung und vor ihrem gewalttätigen Partner in eine geschützte Einrichtung. Dort brachte man die Frau dazu, Anzeige gegen ihren Peiniger zu erstatten. Aufgrund der im Vorjahr veränderten Gesetzeslage, wonach bei einer Anzeige bei gewissen Straftaten – etwa wegen häuslicher Gewalt – Sicherheitskräfte und Staatsanwaltschaft besonders rasch handeln müssen, klickten knapp 24 Stunden nach erfolgter Anzeige die Handschellen.<BR /><BR />Richter Andrea Pappalardo hat die Haft über den 33-Jährigen bestätigt. Der Mann machte zwar von seinem Recht Gebrauch, zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen zu schweigen. Pappalardo schätzt den Mann als gefährlich ein und entschied, dass er weiter hinter Gittern bleiben muss.<BR />