Donnerstag, 02. Februar 2017

Innsbrucker Klinik-Studie: Patienten oft Gewaltopfer

Rund ein Viertel aller Patienten, die in die Innsbrucker Klinik kommen, sind laut einer Studie Opfer von körperlicher, sexueller oder verbaler Gewalt. Ein Besuch beim Arzt oder im Krankenhaus ist oft eine Suche nach Hilfe. Experten schulen daher das Innsbrucker Klinikpersonal, um Anzeichen für Gewalterfahrungen zu erkennen.

Rund ein Viertel aller Patienten, die in die Innsbrucker Klinik kommen, sind laut einer Studie Opfer von Gewalt.
Rund ein Viertel aller Patienten, die in die Innsbrucker Klinik kommen, sind laut einer Studie Opfer von Gewalt. - Foto: © shutterstock

Chronische Erkrankungen, Magen-Darm- oder Hautprobleme sind oft nur ein Symptom. Dahinter kann sich ein jahrelanges Martyrium von häuslicher Gewalt verbergen. Doch bevor Opfer zu einer spezialisierten Beratungseinrichtung gehen, suchen sie lieber den Hausarzt oder das Krankenhaus auf.

An der Klinik Innsbruck wollte man daher wissen, wie groß der Anteil an Patientinnen und Patienten mit Gewalterfahrungen ist. Die Zahl, die dabei herauskam, erschütterte zuerst auch die Experten: Von 1800 anonym Befragten gaben 26,3 Prozent an, dass sie in den letzten 3 Jahren mehr oder weniger häufig sexualisierte, häusliche oder verbale Gewalt erleiden mussten.

Was ebenso verblüffte: Der Anteil von Männer unter den Opfern ist nahezu gleich groß wie jener von Frauen.

D/US

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol