Freitag, 19. Juni 2015

"Kalipé": Bruneck würdigt Reinhold Messner mit Ausstellung von Großbildern

Am Freitagvormittag wurde im Beisein von Reinhold Messner der Photo-Parcours "Kalipé" eröffnet und auch der Bevölkerung vorgestellt.

Im Bild (v.l.) Richard Piok, Reinhold Messner, Roland Griessmair, Gertrud Pescoller, Christian Tschurtschenthaler, Martin Kofler und Mirjam Lanz. (Foto: Florian Oberlechner)
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Im Bild (v.l.) Richard Piok, Reinhold Messner, Roland Griessmair, Gertrud Pescoller, Christian Tschurtschenthaler, Martin Kofler und Mirjam Lanz. (Foto: Florian Oberlechner)

Die bis Ende Oktober laufende Ausstellung ist ein Geschenk und ein Dank der Stadt Bruneck an Reinhold Messner: einerseits zu seinem im vergangenen Jahr gefeierten 70. Geburtstag, andererseits für seine Initiative, nach dem Ripa im Schloss in rund einem Monat ein zweites Messner Mountain Museum am Kronplatz zu eröffnen.

Der Parcours bietet erstmals die Gelegenheit, die Biographie Reinhold Messners über das Medium „Photographie“ in Großbildern zu erwandern. 

Beginnend am Postplatz mit den „wilden Jahren“ als Extremkletterer in den Alpen mit zwei Türmen und einer kleinen Gebetsmühle geht es weiter auf dem Fußweg zum Schloss Bruneck, ausgehend vom Platz vor der Rainkirche. Wegweiser dorthin bilden Asphaltfolien mit Bildern von Wegen mit tibetischen Gebetssteinen, Gebirgsbächen oder hölzernen Hängebrücken; tibetanische Gebetsfahnen ergänzen diese.

Am nördlichen und südlichen Schlossberg begeht man nun praktisch mit Reinhold Messner die vierzehn Achttausender: über seine auf Fahnenstoff gedruckten Bilder (rund 100 selten bis gar nie publizierte Bilder, 250 Laufmeter, rund 350 m2 Stoffbahn).

Dabei gelangt man über Impressionen des Aufstiegs, der Höhenlager oder Panoramen zum Großfoto des Gipfels, welches in Form einer nachempfundenen, drehbaren tibetischen Gebetsmühle erschlossen ist. Die Anordnung folgt keiner besonderen Reihenfolge, sondern ist dem Gelände und der Länge der Bildbahnen geschuldet.

Am Graben findet man als nächsten Abschnitt Messners Durchquerung der Sand- und Eiswüsten der Erde. Für die Präsentation wurde eine originale mongolische Jurte aufgebaut; innen mit Sand und Porträts von Menschen bestückt, denen Messner auf seinen Expeditionen begegnet ist und die er fotografisch „eingefangen“ hat; außen findet man auf rund 22 Laufmetern seine Fotos von den Wüsten Gobi und Takla Makan bis zur Arktis und Antarktis.

Der Parcours endet mit der 16. Gebetsmühle am Rathausplatz mit Aussagen Messners als Europa-Politiker, als Philosoph und als Schützer unverfälschter Bergkultur sowie seinem Engagement dafür.

Konzipiert und gestaltet wurde der Parcours von Richard Piock, Obmann des Tiroler Archivs für photographische Dokumentation und Kunst (TAP). Die Texte stammen von Martin Kofler (Archivleiter TAP), gedruckt wurden die Bilder von Durst Phototechnik Brixen/Lienz.

stol