Mittwoch, 30. Januar 2019

Korsika: Mann erschießt Passanten und sich selbst

Auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika hat ein Mann auf offener Straße um sich geschossen und dabei einen Menschen getötet und fünf weitere verletzt.

Der Amokläufer nahm sich später selbst das Leben.
Der Amokläufer nahm sich später selbst das Leben. - Foto: © APA/AFP

Der vorbestrafte Täter verschanzte sich dann in einem Gebäude in Bastia und nahm sich später das Leben, wie Bürgermeister Pierre Savelli und Innenminister Christophe Castaner in der Nacht auf Donnerstag sagten.

Die genauen Motive des Mittsechzigers waren zunächst unklar; Bandenkriminalität oder Terrorismus schlossen die Ermittler aber aus.

Polizisten waren am Mittwochnachmittag wegen eines Nachbarschaftsstreits in den Stadtteil Montesoro im Süden von Bastia gerufen worden. Bei ihrer Ankunft wurden die Beamten beschossen.

Nach Angaben von Staatsanwältin Caroline Tharot wurden ein Polizist verletzt. Insgesamt gab es einen Toten und 5 Verletzte – 3 Frauen und 2 Männer.

Zunächst war von 6 Verletzten die Rede gewesen. Eine Person erlitt aber lediglich einen Schock.

Der Schütze – ein 1953 geborener Korse – verschanzte sich dann stundenlang in seinem Wohnhaus. Die Gegend wurde weiträumig abgesperrt, die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an. Polizisten der Elite-Einheit Raid wurden vom südfranzösischen Marseille aus nach Bastia geschickt.

Die Spezialeinheiten fanden den Schützen dann gegen Mitternacht tot auf. „Er hat sich das Leben genommen“, sagte Innenminister Castaner in Paris.

Nach Angaben aus Ermittlerkreisen war der Mann den Behörden als gewalttätig bekannt. Demnach wurde er in der Vergangenheit 2 Mal wegen Waffengewalt verurteilt.

apa/afp

stol