Freitag, 06. Januar 2017

Lawinengefahr in Nordtirol

Die Lawinensituation in Nordtirol am Dreikönigstag wird von den Experten als heikel eingestuft.

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Oberhalb von 1800 Metern bestehe erhebliche Gefahr der Stufe „3“ auf der fünfteiligen Skala, so die Warndienste in Nordtirol und Vorarlberg. Schneefall, Sturm, kalte Temperaturen und eine störanfällige Altschneedecke sorgten für einen „perfekten Lawinenmix“. Man rate daher zu großer Zurückhaltung.

Schneebrettlawinen seien bereits durch einzelne Wintersportler auslösbar. Auch spontane Lawinenabgänge seien möglich. Aktivitäten abseits gesicherter Pisten erforderten daher Erfahrung in der Lawinenbeurteilung und defensives Verhalten, so der Rat der Fachleute.

Besondere Vorsicht sei angesichts frisch gebildeter Triebschneepakete geboten, die oberhalb der Waldgrenze in allen Expositionen entstanden seien. Aber auch unterhalb der Waldgrenze finde sich derzeit störanfälliger Triebschnee, vor allem in schattenseitigen Steilhängen sowie in Kammlagen, Rinnen und Mulden. Gefährlich sei die Lage wegen des ungünstigen Schneedeckenaufbaus zudem überall, wo bereits eine Altschneedecke vorhanden war.

Der anhaltende Wind und die eisigen Temperaturen bildeten tagsüber stetig neue Gefahrenstellen. Damit bleibe die Lawinengefahr auch in den kommenden Tagen erheblich, hieß es.

apa

stol