Freitag, 10. Februar 2017

Le Pen: Südländer gehen an Eurowährung zugrunde

Die südlichen Euroländer Italien, Spanien und Griechenland gehen nach Einschätzung der französischen Rechtspopulistin Marine Le Pen an der Eurowährung zugrunde.

Marine Le Pen
Marine Le Pen - Foto: © LaPresse

Deutschland gehe es dagegen gut, sagte die Präsidentschaftskandidatin und Chefin der rechtsextremen Front National (FN) am Donnerstagabend in einer TV-Debatte beim französischen Sender France 2.

Auf die Frage, mit welcher Währung die Franzosen nach ihrem potenziellen Wahlsieg im Mai zahlen werden, antwortete sie, nach einer Volksabstimmung über das Wiedererlangen der Oberhoheit über Währung, Gesetzgebung oder die Wirtschaft würden ihre Landsleute „neue Francs“ in der Tasche haben. Deren Wert solle dem Euro entsprechen.

Le Pen hatte bereits mehrfach angekündigt, im Falle eines Wahlsieges ein Referendum über die EU-Mitgliedschaft ihres Landes abhalten zu wollen. Die europafeindliche Politikerin gilt in Meinungsumfragen mit einem Stimmenanteil von mindestens 25 Prozent als Favoritin für die erste Runde der Präsidentenwahl im April. Im entscheidenden Duell im Mai werden allerdings dem früheren Wirtschaftsminister Emmanuel Macron zur Zeit die größten Chancen eingeräumt, die 48-jährige FN-Chefin zu schlagen.

apa/dpa

stol