Eine interessante Studie des Wissenschaftsmuseums Muse und der Trentiner Jägervereinigung zeigt, dass der Bestand eines bekannten Tieres in den vergangenen Jahren vor allem durch den Wolf stark dezimiert wurde. <BR /><BR />Das Mufflon ist kein einheimisches Tier: Im Trentino wurde es vor einigen Jahrzehnten von Jägern eingeführt. Noch vor einigen Jahren hatte die Art eine beträchtliche Anzahl erreicht. In jüngster Zeit verschwindet das Mufflon jedoch mehr und mehr aus der Landschaft, auch aufgrund des Wolfes, der sich von dem Ovis musimon offenbar gern ernährt. <BR /><BR />Im Jahr 2018 gab es schätzungsweise 720 Mufflons, heute sind es nur noch rund 160. Diese Zahl ergab sich aus einer Studie, die von Wissenschaftlern des Muse und des Act (der Trentiner Jägervereinigung) im Rahmen des Projekts Lwa Eu Stewardship durchgeführt wurde. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="802247_image" /></div> <BR />Bei der Untersuchung wurden die Auswirkungen der Häufigkeit, mit der die Wölfe Futterstellen und künstliche Futterplätze aufsuchen, analysiert. Zahlreiche Beobachtungen, die vor allem im Fassatal gemacht wurden, haben gezeigt, dass solche Einrichtungen häufig die Beutenahme durch den Wolf erleichtern, der auf diese Weise seine Kräfte schont und optimiert. Futterstellen würden ebenfalls Beute und Raubtiere näher an bewohnte Gebiete, Straßen und Wege bringen. <BR /><BR />All diese kritischen Fragen regen daher zu neuen, europaweiten Untersuchungen an.<BR /><BR />Mufflons – als Wildschafe bekannt – sind im Kaukasus, in der Türkei, im Iran und Irak heimisch; Populationen leben auch in den gebirgigen Gegenden von Elba, Zypern, Korsika und Sardinien. In jüngster Zeit wurden Mufflons in mehreren Gegenden Europas als Jagdwild ausgewildert. <BR /><BR />Auch im Trentino findet man Mufflons, in Südtirol bislang nur an den Grenzen zum Trentino; einzelne Mufflons wurden in den letzten Jahren auf der Seiser Alm und in Gröden gesichtet. Vom Nonsberg sind Tiere auch über den Bergkamm nach Perdonig gekommen. <BR /><BR /><BR />