„Die große Geldmasse, die der Flüchtlingsversorgung dient, weckt das Interesse mafiöser Organisationen“, betonte Zuccaro, der derzeit Ermittlungen über mögliche Verbindungen zwischen Hilfsorganisationen und Schleppern im Mittelmeer führt, in einer Ansprache vor der Anti-Mafia-Kommission des italienischen Parlaments. Er könne dies beweisen. Beweise über direkt Kontakte zwischen Schleppern und Mafiosi auf Sizilien habe er dagegen keine gefunden.Kampf gegen SchleppereiDer Staatsanwalt rief die Politik zu mehr Unterstützung im Kampf gegen das Schlepperwesen über das Mittelmeer auf. Seit Anfang 2016 habe die Staatsanwaltschaft von Catania 30 Personen wegen Schlepperei festgenommen.Besorgniserregend sei laut Zuccaro vor allem der Kinder- und Frauenhandel. Zwischen Libyen, Ghana und Nigeria aktive Organisationen würden Frauen zur Prostitution in Italien zwingen. Laut dem Ermittler sollen Polizisten an Bord der Schiffe von Hilfsorganisationen im Mittelmeer gehen, um den Kampf gegen die Schlepperei entschiedener zu führen.apa