Mittwoch, 10. Januar 2018

Mafia-Verbrecher Stefano Ganci an Herzinfarkt gestorben

Der Superkiller der Mafia, Stefano Ganci, ist am Mittwoch im Krankenhaus von Parma gestorben. Der 55-jährige Sizilianer, langjährige „rechte Hand“ des im November verstorbenen Mafia-Paten Salvatore Riina, erlag einem Herzinfarkt, berichteten italienische Medien. Die Leiche soll nach Palermo überführt werden. Ein öffentliches Begräbnis wurde von den Behörden verboten.

Stefano Ganci ist an einem Herzinfarkt gestorben.
Stefano Ganci ist an einem Herzinfarkt gestorben. - Foto: © shutterstock

Ganci war wegen des Mordes an dem sizilianischen Untersuchungsrichter Rocco Chinnici im Jahr 1983 sowie an den Vize-Polizeichef Ninni Cassara 1985 zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden. Außerdem wurde er zu 26 Jahren Haft verurteilt, weil er der Gruppe von Mafiosi angehörte, die den Anschlag auf den Mafia-Jäger Paolo Borsellino 1992 organisiert hatte.

Vater ebenfalls in Haft, Bruder arbeitet mit Justiz zusammen

Gancis Vater, der 86-jährige Raffaele Ganci, sitzt ebenfalls eine lebenslängliche Haft wegen verschiedenen Morden ab, unter anderem jenem an dem Carabinieri-General Carlo Alberto Dalla Chiesa im Jahr 1983.

Ein Bruder Stefano Gancis, Calogero, ebenfalls ein Killer der Cosa Nostra, hatte sich 1996 zur Zusammenarbeit mit der Justiz entschlossen. Er hat zur Klärung mehrerer Mafia-Morde beigetragen.

apa 

stol