Montag, 30. Oktober 2017

Mann nach Banküberfall mit Geiselnahme in Innsbruck vor Gericht

Ein 29-Jähriger hat sich am Montag am Landesgericht Innsbruck wegen einer Geiselnahme und eines Banküberfalls verantworten müssen. Der Mann hatte mehr als 90.000 Euro bei einem Geldinstitut im Bezirk Kufstein erbeutet sowie seine Geisel zuvor gezwungen, eine vermeintliche Sprengstoffweste anzulegen.

Der Angeklagte bekannte sich beim Prozess „teilweise schuldig“.
Der Angeklagte bekannte sich beim Prozess „teilweise schuldig“.

Der Angeklagte bekannte sich beim Prozess „teilweise schuldig“. Damit folgte er seinem Verteidiger, der von Schuld in Bezug auf Erpressung sprach, jedoch von keinem Banküberfall wissen wollte. „Es war Nötigung der Bankangestellten und versuchter Diebstahl“, so der Verteidiger. Er habe das Geld nicht sofort an sich gerissen, es gebe eine „zeitliche Lücke“.

Verteidiger bittet „mildes Urteil“

Erst im Laufe des Tages habe der Angeklagte immer wieder Geld in seine mitgebrachte Tasche gepackt. Als Grund für die Tat nannte der Mann „Geldsorgen“. Der Verteidiger bat um ein „mildes Urteil“.

Der Angeklagte soll am 12. Mai einen ihm bekannten Taxilenker unter einem Vorwand zu sich nach Hause bestellt haben. Dort soll er diesen mit einer Softgun genötigt haben eine angebliche Sprengstoffweste anzuziehen. Die Geisel habe er anschließend gezwungen, ihn zu einer Bank in Erpfendorf zu fahren. Nach mehrstündigen Verhandlungen mit der Polizei und dem Zugriff der „Cobra“ ging alles unblutig zu Ende.

apa

stol