Sonntag, 27. November 2016

Mantua Italiens Stadt mit höchster Lebensqualität - Bozen rutscht ab

Mantua ist die italienische Stadt mit der höchsten Lebensqualität. Die lombardische Stadt eroberte Platz eins in der jährlich veröffentlichten Wertung der 106 Provinzhauptstädte, die von der Wirtschaftszeitung „Italia Oggi“ veröffentlicht wird.

Der Herzogspalast in Mantua.
Der Herzogspalast in Mantua. - Foto: © shutterstock

Mantua, italienische Kulturhauptstadt 2016, drängte Trient, das seit 2011 die Spitzenposition besetzt hatte, auf den zweiten Platz. Auf Platz drei schaffte es die Dolomiten-Stadt Belluno in Venetien. Einen relativ großen Sturz legte die Südtiroler Hauptstadt hin: Bozen rutschte vom zweiten auf den achten Platz ab.

Schlusslicht im Ranking von „Italia Oggi“ ist die Stadt Crotone in Kalabrien, gefolgt von Syrakus auf Sizilien.

Wirtschaft gut, Umwelt mäßig

Ein genauerer Blick auf die Auswertung zeigt, dass die Landeshauptstadt in vielen Bereichen weiterhin führend ist: So führt Bozen in Sachen Wirtschaft und Arbeit (affari e lavoro) die Rangliste weiterhin an, vor Bologna und Trient.

Beim Thema Umwelt belegte Bozen den 4. Rang hinter Trient, Mantua und Belluno.

Besonders auffällig ist die Bewertung in der Sparte "Fahrzeuge je 100 Einwohner": Hier fiel Bozen auf Rang 108 - nur vor Trient und Aosta auf dem letzten Platz. Bei der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel schaffte es Bozen immerhin auf den 11. Rang.

Kriminalität: Bozen macht Plätze gut

Lag Bozen im Vorjahr in Sachen Kriminalität noch auf dem 26. Rang, konnte die Südtiroler Hauptstadt in diesem Jahr einige Plätze gut machen und sich auf Platz 15 vorarbeiten. 

Die gesamte Auswertung zum Nachlesen gibt es hier:

Rom verlor in 2 Jahren 31 Ränge

Mit Ausnahme von Turin haben alle Metropolen ihre Position in der Wertung verschlechtert. So rutschte die von schweren Problemen mit Müllabfuhr und Nahverkehr betroffene Hauptstadt Rom in den unteren Teil des Rankings. Seit 2014 hat Rom in der „Italia Oggi“-Wertung 31 Positionen verloren.

Lebensstandard, Umweltverschmutzung, Kriminalität, Freizeit- und Grünanlagen, Dienstleistungen, Verkehrsverbindungen und wirtschaftliche Lage sind nur einige der 30 Kriterien, welche die Experten der Tageszeitung berücksichtigt haben.

Das Fazit: Wer in Italien gut leben will, muss im Norden bleiben. Am besten lebt es sich in Italien in mittelgroßen Provinzen, während das Dasein in den Metropolen von den Wirtschaftsexperten der in Mailand erscheinenden Tageszeitung nicht gerade als ideal bewertet wird.

stol/apa

stol