Freitag, 23. Oktober 2015

Mehr Unfälle: Wie Fußgänger die kalte Jahreszeit "überleben"

Unfälle, bei denen Fußgänger von Autos angefahren werden, häufen sich im Herbst und im Winter, da es früher dunkel und die Sicht schlechter wird. Wer aber folgende Tipps und Regeln befolgt, kommt auch in der dunklen und kalten Jahreszeit sicher zu Fuß ans Ziel.

Wenn es schnell Nacht wird im Winter, passieren häufiger Unfälle, bei denen Fußgänger verletzt werden.
Badge Local
Wenn es schnell Nacht wird im Winter, passieren häufiger Unfälle, bei denen Fußgänger verletzt werden. - Foto: © shutterstock

Dass Fußgänger von Autofahrern nicht gesehen werden, ist eine sehr häufige Ursache von Unfällen. Straßenglätte bedingt durch Eis oder Schnee erhöht das Risiko zusätzlich. Das weiß auch die Stadtpolizei Bruneck. Doch nicht nur im Pustertal häufen sich die schweren Verkehrsunfälle mit Fußgängern zur Winterzeit. 

Ursachen liegen auch in einer nicht der Jahreszeit entsprechenden Bekleidung sowie Eile und Unachtsamkeit beim Überqueren der Straße. "Öfters kommt auch vor, dass Fußgänger die Tücken von Eis und Schnee auf den Gehsteigen, Wegen und Treppen nicht richtig einschätzen, hinfallen und sich dabei verletzen", so die Stadtpolizei Bruneck. 

Hier einige Tipps, damit Sie sicher durch die kalte Jahreszeit kommen: 

  • Tragen Sie stets helle und gegebenenfalls reflektierende Kleidung und der Jahreszeit entsprechendes Schuhwerk mit gutem Profil
  • Das Hauptrisiko für Fußgänger ist die Überquerung der Fahrbahn an ungesicherten Stellen. Überqueren Sie deshalb die Fahrbahn an einer Fußgängerampel oder an einem Zebrastreifen. Sollte dies nicht möglich sein, achten Sie sehr genau auf den Fahrzeugverkehr und nehmen Sie, wenn möglich, Blickkontakt mit den Fahrzeuglenkern auf um sicher zu sein, dass Sie gesehen wurden.
  • Nehmen Sie sich immer Zeit, wenn Sie eine Straße überqueren. Machen Sie vor dem Überqueren einen Sicherheits-Stopp und verschaffen Sie sich einen genauen Überblick über das Verkehrsgeschehen.
  • Benutzen Sie Gehwege. Als Fußgänger teilen Sie sich den Gehweg mit anderen Verkehrsteilnehmern. Rechnen Sie deshalb zum Beispiel mit Radfahrern. Zudem können an Ein- und Ausfahrten Kraftfahrzeuge den Gehweg queren.
  • Planen Sie Ihre Wege. Warten Sie nach einem winterlichen Frosteinbruch, wenn möglich, bis die Gehwege gestreut sind.
  • Gehen Sie auf gut beleuchteten Gehsteigen und Gehwegen und benutzen Sie die Handläufe, wenn vorhanden.
  • Achten Sie auch auf Gehsteigkanten, diese können zur Stolperfalle werden.
  • Gehen Sie nachts, wenn möglich, nicht zu Fuß außerhalb der Ortschaften, entlang von Hauptstraßen, wo kein Gehsteig verläuft. Wenn sich dies nicht vermeiden lässt, müssen Sie gut reflektierende Kleidung tragen und eine Taschenlampe benützen.
  • Wo kein Gehsteig oder Gehweg vorhanden ist, gehen Sie von sich aus gesehen auf der linken Straßenseite, sodass Autos, die von hinten auf Sie zukommen, auf der gegenüberliegenden Straßenseite fahren.
  • Bei Dunkelheit, schlechter Sicht oder wenn die Verkehrslage es erfordert, gehen Sie einzeln hintereinander.
  • Am Zebrastreifen haben Fußgänger "Vorfahrt". Auto- oder Motorradfahrer müssen anhalten, wenn ein Fußgänger den Zebrastreifen erkennbar überqueren möchte. Aber Vorsicht: Auch an Zebrastreifen immer erst nach links und rechts schauen und erst dann losgehen, wenn alle Fahrzeuge stehen geblieben sind

stol/ker

stol