Dienstag, 26. April 2016

Mehr Wasserstoffbusse für den öffentlichen Nahverkehr

Hoher Fahrkomfort, geräuscharm und vor allem emissionsfrei – diese Eigenschaften sollen künftig mehr und mehr Busse des Fuhrparks des Landes für den öffentlichen Personennahverkehr aufweisen. Die Landesregierung will beim EU-Förderprojekt zum Kauf von Brennstoffzellenbussen mitmachen. Ziel ist eine Verringerung der Abgase und der Lärmemission.

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„Um unsere strategischen Energie- und Umweltziele des Klimaplans 2050 Südtirol zu erreichen, arbeiten wir stets an einer dauerhaften Verringerung von Treibhausgas- und Lärmemissionen im öffentlichen Nahverkehr, da diese zu einer Verbesserung der Lebensqualität und der Gesundheit der Bürger beiträgt“, sagt Mobilitätslandesrat Florian Mussner.

Bei ihrer Sitzung am 26. April hat die Landesregierung eine Absichtserklärung (letter of intent) genehmigt, am EU-Förderprojekt zum Kauf von schadstofffreien mit Brennstoffzellen betriebenen Bussen, sogenannten Wasserstoffbussen, teilzunehmen.

Damit werden, neben dem Beitrag der EU, die zusätzlichen notwendigen Landesgelder in der Höhe von circa 8,5 Millionen Euro für den Ankauf von zehn bis 15 neuen Wasserstoffbussen und deren Betrieb in den Haushalt der nächsten Jahre eingeplant.

Die Landesregierung hat die Landesabteilung Mobilität außerdem damit beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Innovative Technologien Bozen Konsortial-GmbH (IIT) und dem Konzessionär SASA einen Vergleich der Antriebstechnologien von Brennstoffzellen und von batteriebetriebenen Bussen zu überprüfen, um mögliche Kosten und Nutzen genauer im Detail zu analysieren. Dabei soll festgestellt werden, welche Antriebsart für welchen Einsatzzweck besser geeignet ist. Außerdem erachtet es die Landesregierung als sinnvoll, beide Technologien, die auch europaweit getestet werden, in Südtirol konkret bei Pilotprojekten einzusetzen.

„Um eine reibungslose Inbetriebnahme der neuen emissionsfreien Wasserstoffbusse zu gewährleisten, ist auch der Ausbau des Betankungsnetzes geplant, sowohl in Bozen als auch in Bruneck“, erklärt Landesrat Mussner. Insgesamt sollen europaweit in den nächsten Jahren etwa 500 Brennstoffzellenbusse zum Einsatz kommen. Rund 30 europäische Verkehrsbetriebe und öffentliche Institutionen nehmen an der europaweiten Initiative Horizon 2020 teil.

stol

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