Montag, 22. Mai 2017

Mehrere Bergsteiger am Mount Everest gestorben

Auf dem Mount Everest sind am Wochenende mindestens drei Bergsteiger ums Leben gekommen. Ein US-Bürger, ein Slowake und ein Australier starben nach Angaben vom Montag auf dem höchsten Gipfel der Welt.

3 Bergsteiger starben an einem Wochenende am Mount Everest.
3 Bergsteiger starben an einem Wochenende am Mount Everest. - Foto: © APA/AFP

Sie erlagen vermutlich der Höhenkrankheit. Zudem wurde ein indischer Bergsteiger vermisst, sein Begleiter wurde bewusstlos aufgefunden.

Tödlichstes Wochenende seit 2015

Mit den drei Todesopfern erlebte das „Dach der Welt“ sein tödlichstes Wochenende seit dem Lawinenunglück mit 18 Toten im Jahr 2015. Insgesamt starben in dieser Saison auf dem Mount Everest damit fünf Bergsteiger, so viele wie in der gesamten Saison 2016. Die kurze Bergsteigersaison im Himalaya dauert von April bis Ende Mai, wenn die Wetterbedingungen am besten sind.

Nach Angaben von Kamal Parajuli von der nepalesischen Tourismusbehörde wurde der Slowake Vladimir Strba am Sonntag einige hundert Meter vom Gipfel des Mount Everest entfernt tot aufgefunden – in der sogenannten Todeszone oberhalb von 8000 Metern, wo der Sauerstoffmangel die Funktion der menschlichen Organe beeinträchtigt.

Auch der US-Bergsteiger Roland Yearwood wurde in diesem Gebiet leblos entdeckt. Das dritte Todesopfer, ein 54-jähriger Australier, starb auf der tibetischen Seite des Mount Everest beim Abstieg. Wie die tibetische Bergsteiger-Vereinigung mitteilte, erlag er oberhalb von 7.500 Metern vermutlich der Höhenkrankheit.

Indischer Bergsteiger vermisst

Zu dem indischen Bergsteiger brach der Kontakt am Samstag ab, nachdem er den Gipfel erreicht hatte. Sein nepalesischer Sherpa wurde oberhalb von 8.000 Metern bewusstlos und mit Frostbeulen aufgefunden. Nach dem Inder wurde eine Suche eingeleitet. In den vergangenen drei Tagen wurden rund ein Dutzend Alpinisten auf dem Mount Everest gerettet, wie Rettungskräfte mitteilten.

Viele Bergsteiger hatten am Wochenende eine Wetterberuhigung genutzt, nachdem die Saison bisher von wechselhaftem, sehr windigem und ungewöhnlich kaltem Wetter geprägt war. Am Montag wollten sich mehr als hundert Bergsteiger am Südhang des Mount Everest auf den Weg zum Gipfel machen, bevor das Wetter wieder umschlägt.

apa/afp

stol