Montag, 23. Januar 2017

Meningitis – Sabes: Antibiotikum bewahrte Kind vor Schlimmerem

Vor 10 Tagen ist ein dreijähriges Kind mit Symptomen einer Meningitis ins Bozner Krankenhaus eingeliefert worden. Bereits wenige Tage später wurde bekannt, dass es dem Kind besser gehe. Grund dafür, so heißt es in einer Aussendung des Sanitätsbetriebs, war unter anderem ein Antibiotikum.

Das 3-jährige Kind war nicht gegen Meningokokken X geimpft, aber gegen andere Stämme.
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Das 3-jährige Kind war nicht gegen Meningokokken X geimpft, aber gegen andere Stämme. - Foto: © shutterstock

Am späten Freitagabend erreichte den Südtiroler Sanitätsbetrieb die Nachricht aus Rom, welcher Serogruppe die Meningitis-Bakterien des erkrankten Kindes waren: Es handelte sich um die seltene Serogruppe X.

Meningitisfälle der Serogruppe X treten vergleichsweise selten auf, teilt der Sanitätsbetrieb in einer Aussendung am Montag mit. Es gebe deshalb keinen Grund für Alarmismus. Die Behandlung erfolge bei allen Serogruppen durch die rechtzeitige Verabreichung eines hochdosierten Antibiotikums.

Zudem war das betroffene Kind laut Sabes gegen Meningokokken C geimpft. Elisabetta Pagani, geschäftsführende Direktorin des Labors für Mikrobiologie, wird dazu mit den Worten zitiert: „Der Nachweis dieser in Europa seltenen Serogruppe kann bei der eventuellen Formulierung eines zukünftigen neuen Meningokokken-Impfstoffes berücksichtigt werden“.

stol