Montag, 26. September 2016

“Menschen unterstützen”: Informationsreihe ist gestartet

Die Gemeindesozialreferenten haben sich bei der Informationsreihe „Menschen unterstützen“ einen Überblick über die Sozialleistungen des Landes verschafft.

Bei der Informationsreihe "Menschen unterstützen" können sich die Gemeindesozialreferenten das notwendige Rüstzeug für ihre Arbeit vor Ort holen.
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Bei der Informationsreihe "Menschen unterstützen" können sich die Gemeindesozialreferenten das notwendige Rüstzeug für ihre Arbeit vor Ort holen. - Foto: © LPA

Soziallandesrätin Martha Stocker unterstrich bereits zu Beginn der Informationsveranstaltung die wichtige Rolle der Sozialreferenten in den Gemeinden und in den Bezirksgemeinschaften: "Ihr seid nicht nur Schnittstelle auf institutioneller Ebene, sondern auch ein wichtiger Ansprechpartner für die Bürger draußen vor Ort."

Es sei daher wichtig, dass die Gemeindepolitiker mit dem notwendigen Rüstzeug auf diese verantwortungsvolle Aufgabe zugehen können, so die Landesrätin.

Das erste Treffen der vierteiligen Informationsreihe stand im Zeichen der Sozialleistungen, der entsprechenden Zuständigkeiten des Landes dank des Autonomiestatutes und der Rollenverteilung zwischen Bezirksgemeinschaften und Gemeinden. Die Leistungen der Sozialdienste stehen grundsätzlich allen Bürgern zur Verfügung, es ist jedoch in jedem Fall eine Kostenbeteiligung vorgesehen, die sich nach der wirtschaftlichen Lage der Familiengemeinschaft richtet. "Die Dienste dürfen von den Trägern erst nach einem Autorisierungs- und Akkreditierungsverfahren angeboten werden und unterliegen strengen Qualitätsstandards. Das Niveau der angebotenen Leistungen ist auch deshalb ein sehr gutes", unterstrich Landesrätin Stocker.

Auch Flüchtlinge Punkt der Tagesordnung

Zur Debatte stand auch die aktuelle Situation im Bereich Asylbewerber. Das Aufnahmesystem sieht vor, dass der entsprechende Asylantrag an den Staat gestellt und auch von diesem bearbeitet werden muss. Die Unterbringung während der Prüfungszeit des Antrags muss hingegen von den Regionen übernommen werden, die Flüchtlinge werden dabei aufgrund des staatlichen Verteilungsschlüssels von 0,9 Prozent zugewiesen.

Die Erstaufnahme in Südtirol erfolgt hauptsächlich in der Landeshauptstadt Bozen, untergebracht werden die Asylbewerber danach in den Asylunterkünften, die über das Land verteilt sind. Vertreter von Gemeinden, die bereits Asylbewerber aufgenommen haben, wussten von durchaus positiven Erfahrungen zu berichten, entgegen allen Befürchtungen und Diskussionen, die sich meist im Vorfeld einer Aufnahme ergeben.

Im Moment der Genehmigung des Asylantrags werden die Asylbewerber Nicht-EU-Bürgern mit Aufenthaltsgenehmigung rechtlich gleichgestellt und können sich dann grundsätzlich in ganz Europa bewegen.

Nächstes Treffen am 14. Oktober

Die nächsten Treffen finden im Auditorium des Landhauses 12 in der Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1 in Bozen statt.

Die weiteren Termine für die Informationsreihe sind jeweils Freitagnachmittag der 14. Oktober zum Thema "Menschen mit Behinderungen, psychische Gesundheit und Sucht", der 18. November zum Thema "Pflegebedürftigkeit" und der 16. Dezember zum Thema "Kinder- und Jugendschutz und soziale Ausgrenzung".

stol

stol