Mittwoch, 10. August 2016

Meran testet: Das gestohlene Rad kehrt heim

2015 wurden - nur bei der Meraner Stadtpolizei - insgesamt 140 Diebstähle gemeldet. In fast 100 Fällen handelte es sich um Fahrräder. Das Pilotprojekt „Tracking“ soll nun die Chancen der rechtmäßigen Eigentümer erhöhen, ihre gestohlenen Drahtesel schnell wiederzufinden.

Über 100 gestohlene Räder wurden 2015 allein der Meraner Stadtpolizei gemeldet. Nun will die Gemeinde tätig werden.
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Über 100 gestohlene Räder wurden 2015 allein der Meraner Stadtpolizei gemeldet. Nun will die Gemeinde tätig werden.

Die von der Firma Systems GmbH aus Schlanders angebotene Ortungstechnologie soll es möglich machen, die Position eines sich im Stadtgebiet befindenden Fahrrads genau zu lokalisieren. Wie das geht? Ein am Rad fest installierter Sensor soll den Standort des Zweirads an das Smartphone oder den PC des Besitzers übermitteln. In Meran werden nun zwei 30x50 cm große LoRaWAN-Antennen installiert, die die Daten übertragen.

Ein Sensor kostet an die 70 Euro kosten und ist in den Radgeschäften erhältlich. Für den Tracking-Dienst selbst fallen nochmals 10 Euro Jahresgebühr an.

Auch Tiere und Personen könnten lokalisiert werden

"In erster Anwendung soll dieser Dienst auf Gemeindeebene für die Ortung von Fahrrädern gewährleistet werden. Hierfür hat die Stadtverwaltung 12.000 Euro bereitgestellt", erklärte am Mittwoch Stadtrat Diego Zanella.

"Das Trackingsystem soll auch für die Lokalisierung von Motorrädern, Tieren und Personen dienen. In manchen Städten der Lombardei wird LoRaWAN bereits für die digitale Datenübertragung von Strom- und Gasverbrauch sowie für die Fernsteuerung der öffentlichen Beleuchtungsanlagen verwendet“, so Zanella.

Gesendet werden die Radiosignale jede Stunde maximal 36 Sekunden lang. Darüber hinaus bestehen laut Aussendung der Gemeinde Meran keinerlei Bedenken hinsichtlich der Stärke der elektromagnetischen Felder: Die Strahlung sei 10 Mal schwächer als jene, die ein gewöhnlicher Mikrowellenherd erzeuge.

stol

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