Freitag, 08. November 2019

Messerattacke in Frecciarossa: Mann verletzt seine Ex schwer

Eine 41-jährige Mailänderin ist am Donnerstag an Bord eines Frecciarossa-Hochgeschwindigkeitszugs nahe Bologna von ihrem Exfreund mit Messerstichen angegriffen worden. Die Frau befand sich mit ihrem neuen Lebensgefährten im Zug, als die Messerattacke erfolgte.

Rettungsfahrzeuge eilten zum Bahnhof von Bologna, um sich um die schwer verletzte Frau zu kümmern.
Rettungsfahrzeuge eilten zum Bahnhof von Bologna, um sich um die schwer verletzte Frau zu kümmern. - Foto: © ANSA / Stefania Passarella

Der Täter, ein 47-Jähriger aus Kalabrien, ist als Reinigungskraft an Bord der Frecciarossa-Züge beschäftigt. Er ging mit einem Taschenmesser auf die Frau los, als er sie mit ihrem neuen Freund im Waggon sitzen sah. Der 44-jährige aus Parma stammende Lebensgefährte versuchte, sie zu verteidigen, wurde aber ebenfalls verletzt.

Der Angriff mit 20 Messerstichen erfolgte in einem Zug, der von Turin nach Rom unterwegs war, und löste Panik unter den Fahrgästen aus. Das Opfer ist Mitarbeiterin einer Firma, die für die Gastronomie an Bord der Hochgeschwindigkeitszüge verantwortlich ist, teilten die italienischen Staatsbahnen Ferrovie dello Stato (FS) mit.

Der Zug hielt im Bahnhof von Bologna an, der Täter ergriff umgehend die Flucht, konnte aber von der Bahnpolizei im unterirdischen Teil des Bahnhofs festgenommen werden. Die Frau wurde in die Intensivstation des „Ospedale Maggiore“ von Bologna eingeliefert und schwebt in Lebensgefahr. Auch ihr Partner liegt im selben Krankenhaus, sein Zustand sei jedoch nicht lebensbedrohlich, teilten die Ärzte mit.

Wegen des Angriffs mussten die Passagiere den Frecciarossa verlassen, da die Polizei die notwendigen Untersuchungen durchführen musste. Die Reisenden konnten an Bord eines anderen Zugs die Fahrt nach Rom fortsetzen.

d