Samstag, 13. Juli 2019

Mindestens 40 Tote durch Monsunregen in Südasien

Nach sintflutartigen Monsun-Regenfällen und Erdrutschen sind in Südasien nach Behördenangaben vom Samstag in den vergangenen 2 Tagen mindestens 40 Menschen gestorben. Besonders betroffen waren der Osten und der Süden Nepals. Dort kamen 27 Menschen ums Leben. Auch im Nachbarstaat Indien richtete der Monsun schwere Schäden an, 11 Menschen starben.

In Nepal haben sich Flüsse in reißende Ströme verwandelt. - Foto: APA (AFP)
In Nepal haben sich Flüsse in reißende Ströme verwandelt. - Foto: APA (AFP)

In der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu starben 3 weitere Menschen, als eine Wand einstürzte. Nach Angaben des nepalesischen Polizeisprechers Bishwaraj Pokharel wurden 11 Menschen verletzt und 15 weitere vermisst. „Unsere Priorität sind jetzt lebensrettende Maßnahmen. All unsere Kräfte befinden sich im Einsatz”, sagte Umakanta Adhikari, ein Vertreter des Heimatministeriums.

Hochwasser überflutete in Nepal ganze Siedlungen. Die Polizei brachte Bewohner mit Booten in Sicherheit. Die nepalesische Wetterbehörde rief am Samstag die höchste Alarmstufe für den Fluss Sapta Koshi im Süden des Landes aus.

Auch im Nachbarstaat Indien richtete der Monsun schwere Schäden an. In den nordostindischen Bundesstaaten Assam und Arunachal Pradesh starben 11 Menschen, wie die Behörden am Freitag mitteilten. Von Überflutungen in 21 Bezirken in Assam waren demnach Tausende betroffen. In den nordostindischen Bundesstaaten Assam und Arunachal Pradesh starben 11 Menschen, wie die Behörden am Freitag mitteilten.

Allein im Bundesstaat Assam seien rund 870.000 Menschen betroffen, sagte ein Mitarbeiter des Katastrophenschutzes in der Hauptstadt Guwahati am Samstag. Zahlreiche Menschen hätten vor den Wassermassen fliehen müssen, andere säßen in ihren Häusern und Wohnungen fest. Rund 8.000 Betroffene hätten in den 68 staatlichen Notunterkünften Zuflucht gesucht. Auch die Ernten auf den Feldern hätten Schaden genommen.

In den Flüchtlingslagern im Südosten Bangladeschs verteilten Hilfsorganisationen Rationen an geflüchtete Rohingya aus Myanmar. Das UN-Welternährungsprogramm teilte am Freitag mit, dass dort zwei Menschen gestorben seien, darunter ein Kind.

Die Monsun-Saison dauert von Juni bis September. Im vergangenen Jahr starben in Südasien mehr als 1200 Menschen infolge der heftigen Regenfälle. Im südindischen Bundesstaat Kerala gab es damals die schwersten Überflutungen seit fast hundert Jahren.

apa/dpa

stol