Freitag, 27. Januar 2017

Mit 820 Millionen Dollar abgehauen – nach 12 Jahren gefasst

Die deutsche Polizei hat einen vor mehr als 12 Jahren untergetauchten und 820 Millionen US-Dollar schweren Brasilianer gefasst.

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Brasilien sucht den Mann seit 2004 per internationalem Haftbefehl, wie die Bundespolizei am Freitag mitteilte. Der Flüchtige hatte das Geld vor seinem Verschwinden außer Landes geschafft.

Der 60-Jährige – inzwischen italienischer Staatsbürger – hatte in die USA reisen wollen, war jedoch wegen Passproblemen nach Italien zurückgeschickt worden. Als er am Donnerstag in München in den Flieger nach Venedig umsteigen wollte, klickten die Handschellen.

In Brasilien war der Mann wegen Steuerhinterziehung und Bildung einer kriminellen Vereinigung zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte unter falschem Namen mehrere Bankkonten eröffnet und fast eine Milliarde US-Dollar illegal außer Landes gebracht.

Nach seiner Verhaftung in München versuchte er die Beamten davon zu überzeugen, dass ihm von Brasilien Strafverschonung zugesagt worden sei. „Allerdings konnten die deutschen Bundespolizisten nirgendwo eine Bestätigung für die vermeintliche Amnestie einholen“, teilte die Bundespolizei mit. Er soll an Brasilien ausgeliefert werden. Über den Verbleib des Geldes gab es keine Informationen.

apa

stol