Mittwoch, 24. Juni 2015

Mit den Kleinen in die Sonne: Darauf sollten Sie achten

Südtirol hat die höchste Hautkrebs-Quote in Europa. Einer von vier Menschen erkrankt an Hautkrebs. „Die Vorbeugung sollte daher schon sehr früh beginnen“, meint die Verbraucherzentrale Südtirol und gibt wichtige Tipps rund um Kind und Sonne.

Badge Local
Foto: © shutterstock

Kinderhaut ist sehr empfindlich und braucht einen passenden Sonnenschutz. „Dazu gehört ein hoher Lichtschutzfaktor – ab 30 aufwärts“, schreibt die VZS in einer Aussendung am Mittwoch. „Aber auch eine Schirmmütze mit Nackenschutz, UV-Schutz-Shirts sowie eine entsprechende Sonnenbrille.“

Was die Sonnencreme anbelangt gelte: Warentests beachten. Wirkungsvolle Sonnenschutzmittel müssen, so zeigen die Tests, nicht teuer sein.

Sonnenbaden mit den Kleinen: Die Tipps der VZS

Nicht kleckern, klotzen. Tragen Sie Sonnenschutzmittel reichlich auf: pro Quadratzentimeter Haut etwa zwei Milligramm. Für den ganzen Körper macht das etwa drei Esslöffel Sonnenmilch, bei Kindern etwas weniger. Wenn Ihrem Kind das Eincremen nicht gefällt, machen Sie aus der lästigen Prozedur ein kleines Spiel.

Tragen Sie Sonnenschutzmittel über den Tag verteilt immer wieder auf. Besonders nach dem Baden oder Sport ist der Schutz nicht mehr vollständig gegeben und sollte erneuert werden – das gilt auch, wenn Sie als wasserfest gekennzeichnete Produkte verwenden. Vergessen Sie nicht, Ohren, Nacken, Hände und Fußrücken einzucremen.

Auch Kleidung kann Schutz bieten. Sie sollte dicht gewebt und möglichst dunkel sein, Polyesterfasern schützen besser als Baumwolle.

Kleine Kinder haben oft noch wenig dichtes Haar. Umso wichtiger ist es, ihre Kopfhaut mit einem Hut oder Mützchen zu bedecken – am besten mit Krempe und verlängertem Nackenteil.

Ziehen Sie sich in der Mittagshitze, zwischen 11 und 15 Uhr, an schattige Orte oder nach drinnen zurück. Abgedunkelte Zimmer bleiben länger kühl. Kinder unter drei Jahren sollten nur kurzzeitig und gut geschützt in die Sonne. Babys im ersten Lebensjahr bleiben am besten grundsätzlich im Schatten.

Mit einem Lichtschutzfaktor von 30 werden bereits 95 Prozent der UVB-Strahlen abgehalten. Höhere Faktoren verbessern den Sonnenschutz nur mehr marginal.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, reduziert den Aufenthalt in der Sonne auf zwei Drittel der vorgesehenen Zeit.

Solarium ist für Minderjährige in der EU verboten. Auch für die Sonnenanbeter unter den Großen ist es keine Alternative. Experten sagen man züchtet den Krebs regelrecht heran.

stol