Donnerstag, 03. November 2016

Mit Kampfmesser ins Gericht: Mann abgefangen und angezeigt

An den Pforten des Landesgerichts haben Sicherheitskräfte am Donnerstag einen Mann angezeigt.

Mit gefährlichem Accessoire ins Gericht: Die Sicherheitskräfte fingen 2014 rund 1400 Messer am Eingang des Bozner Landesgerichts ab.
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Mit gefährlichem Accessoire ins Gericht: Die Sicherheitskräfte fingen 2014 rund 1400 Messer am Eingang des Bozner Landesgerichts ab. - Foto: © D

Er wurde beim Betreten des Gerichtsgebäudes in Bozen zur Seite genommen. Bei seiner Kontrolle hatten Sicherheitsbeamte ein Messer sichergestellt. Der Mann kassierte eine Anzeige wegen unerlaubten Tragens von Waffen.

Vorfälle dieser Art kommen am Bozner Landesgericht immer wieder vor: Seit 2006 wird jeder, der ins Gericht will, von zwei Wachbeamten der Ronda aufgefordert, seine Taschen zu leeren und durch die Metalldetektor-Schleuse zu gehen. Dabei wird jährlich das reinste Arsenal zutage gefördert.

Knapp 1400 Messer

So wurden 2014 exakt 1392 Messer – vom Kampf- übers Schweizer- bis zum kleinen Taschenmesser –am Eingang des Bozner Landesgerichtes beschlagnahmt. Abgefangen wurden auch 387 Scheren. 120 Personen hatten Tapeziermesser mit ins Landesgericht gebracht.

In den seltensten Fällen ist aber eine Anzeige nötig – die meisten Bürger führen kleine Taschenmesser oder Nagelscheren nicht mit, um jemanden zu verletzen. Trotzdem muss alles abgegeben und kann erst beim Verlassen des Gebäudes abgeholt werden. Eklatante Fälle werden angezeigt:  Schon im Jänner 2014 hatte beispielsweise ein Rentner ein Kampfmesser mit dabei.

stol

stol