Montag, 10. Oktober 2016

Mordverdacht: Opfer hatte extrem hohe Dosis Methanol im Blut

Seit Montag befindet das Bozner Schwurgericht darüber, ob sich Jana Surkalova aus Tschechien des vorsätzlichen Mordes an ihrem Ehemann Josef Surkala schuldig gemacht hat. Sie wird verdächtigt, ihren Mann vergiftet zu haben.

Am Montag befindet das Bozner Schwurgericht über den Mordverdacht. - Foto: DLife
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Am Montag befindet das Bozner Schwurgericht über den Mordverdacht. - Foto: DLife

Josef Surkala war am 13. Dezember 2013  nach seiner Einlieferung ins Bozner Spital gestorben. Laut Autopsie war der 46-Jährige einer tödlichen Methanolkonzentration erlegen. Am Abend zuvor hatte der landwirtschaftliche Arbeiter, der in Leifers beschäftigt war, zusammen mit seiner Frau und 5 Arbeitskollegen gefeiert, es soll viel getrunken worden sein.

Am nächsten Tag wurde Surkala übel, er ging ins Bozner Spital, doch ihm konnte nicht mehr geholfen werden.

Ärzte im Zeugenstand - Methanol im Blut

Zum Prozessauftakt traten am Montag einige der Ärzte, die Surkala behandelt hatten, in den Zeugenstand. Sie hatten eine Blutprobe an das Gift-Zentrum von Pavia geschickt. Das Ergebnis war eindeutig: Josef Surkala hatte 190 Milligramm Methanol im Blut, 20 Milligramm sind bereits gefährlich, 30 bis 40 Milligramm können für einen Erwachsenen tödlich sein.    

Verteidigung: "Angeklagte hatte kein Motiv"

Boris Dubini, der Verteidiger der Angeklagten, betonte, seine Mandantin habe kein Motiv gehabt, ihrem Mann eine gepanschte Spirituose zu verabreichen.

Jana Surkalova war gestern aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend, will aber bald zur Verhandlung nach Bozen kommen und aussagen. 

stol/rc

stol