Dienstag, 08. September 2015

Müllverwertungsanlage: Studie soll Auswirkungen klären

Die Restmüllverwertungsanlage in Bozen ist derzeit nur zu etwa 70 Prozent ausgelastet. Nun soll eine Studie klären, ob mit einer vollen Auslastung die Umweltbelastung reduziert wird und durch die Einnahmen der zusätzlich erzeugten Energie die Tarife für die Bürger gesenkt werden können.

Eine Studie soll klären, ob eine volle Auslastung der Müllverwertungsanlage die Umweltbelastung reduziert werden kann. - Archivbild
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Eine Studie soll klären, ob eine volle Auslastung der Müllverwertungsanlage die Umweltbelastung reduziert werden kann. - Archivbild - Foto: © STOL

Landeshauptmann Arno Kompatscher erklärte auf der Pressekonferenz in Anschluss an die Sitzung des Landtags am Dienstag, dass die Restmüllverwertungsanlage in Bozen nicht nur den Zweck der Müllentsorgung habe, sondern dass durch die produzierte Energie auch die entsprechenden Tarife für den Bürger gesenkt werden können.

Nun gehe es darum, zu überlegen, ob eine volle Auslastung sowohl finanziell rentabel sei, damit eine weitere Tarifsenkung ermöglichen könnte, als auch positive Effekte für die Umwelt haben könnte.

"Wir werden mit einer Studie prüfen, ob die volle Auslastung der Anlage eine Reduktion der Abgasbelastung ermöglicht und wir so durch den Verkauf der zusätzlich produzierten Energie einen wirtschaftlichen positiven Nebeneffekt erzeugen können", kündigte Kompatscher an.

Es gebe zwei Möglichkeiten, um die optimale Nutzung des Verbrennungsofens zu erreichen: "Es wird gemeinsam mit den Ämtern geprüft, ob zusätzlich zur Restmüllverbrennung auch andere Müllarten, etwa Sperrmüll verwertet werden könnten oder auch Müll aus den umliegenden Gebieten verwendet wird", sagte der Landeshauptmann.

"Derzeit werden gemeinsam mit den zuständigen Ämtern und in Absprache mit der Standortgemeinde Bozen verschiedenen Möglichkeiten geprüft", ergänzte Kompatscher. Eine Entscheidung werde aber erst nach Abschluss der entsprechenden Studie getroffen.

lpa

stol