Dienstag, 27. Februar 2018

Nach Bluttat in Steiermark: Enkel des Opfers gesteht

Nach der familiären Bluttat im steirischen Ort Mantscha im Bezirk Graz-Umgebung am Montag hat sich der verdächtige 22-jährige Enkel des 78-jährigen Todesopfers in der Einvernahme geständig gezeigt. Der junge Mann gab zu, seine im Schlafzimmer schlafende Großmutter in der Nacht auf Montag durch Ersticken mit einem Polster vorsätzlich getötet zu haben. Das Geständnis deckt sich mit der Spurenlage.

Offenbar vorsätzliche Tötung durch Ersticken mit Polster Foto: APA (Gubisch)
Offenbar vorsätzliche Tötung durch Ersticken mit Polster Foto: APA (Gubisch)

Zur Verletzung seines 75-jährigen Großvaters gab der am Montag Festgenommene an, dass dieser ihn an der Tötung seiner Großmutter hindern wollte, worauf er ihn mit einem Handbesen mehrmals auf den Kopf geschlagen habe.

Der Mann sagte aus, dass es in seiner Kindheit zu traumatischen Erlebnissen gekommen sei und er dafür unter anderem seine Großeltern verantwortlich mache. Bisher hat laut Polizei nicht festgestellt werden können, ob diese medizinisch oder sonst wie dokumentiert seien. Der Beschuldigte soll nun innerhalb der gesetzlichen Frist in die Justizanstalt Graz Jakomini eingeliefert werden, so die Polizei.

Der junge Mann, dessen Bezugsperson, die im Raum Leoben lebende Mutter sein soll, hatte den bisherigen Ermittlungen zufolge offenbar ein gutes Verhältnis zu seinen Großeltern gehabt und soll sich auch öfters bei ihnen aufgehalten haben. Der 22-Jährige hat auch das Auto der Großeltern öfters benutzt, mit diesem dürfte er auch am Wochenende zum Haus gekommen sein.

In der Nacht auf Montag soll er die Tat verübt haben. Die Ermittler gingen am Dienstag davon aus, dass die alte Frau im Schlaf überrascht worden war. Sie wurde im Bett im Schlafzimmer entdeckt. Der mutmaßliche Täter hatte dann offenbar die ganze Nacht im Haus verbracht. Ob er sich um den verletzten Großvater kümmerte, der vermutlich an Demenz leidet, konnte noch nicht eruiert werden. Eine Nachbarin, die die Großmutter zum Einkaufen abholen wollte, hatte dann die Polizei alarmiert.

Die 78-Jährige war Montagfrüh tot im Schlafzimmer ihres Einfamilienhauses in Mantscha gefunden worden. Ihr 22-jähriger Enkelsohn wurde verhaftet. Der 75-jährige Ehemann der Steirerin war zunächst festgenommen worden, wurde aber am Nachmittag enthaftet und befand sich am Dienstag weiterhin im Krankenhaus. Das Ergebnis der Obduktion soll Klarheit bringen, woran die Frau gestorben ist. Es könnte am Nachmittag vorliegen, sagte der Polizeisprecher.

apa

stol