Mittwoch, 27. Juni 2018

Nach Skandal im Sanitätsbetrieb: Neues Angebot liegt vor

Zur Diskussion um das Auslaufen der Versicherungspolizze für das Personal des Südtiroler Sanitätsbetriebs teilt Gesundheitslandesrätin Martha Stocker am Mittwoch mit, dass auf Intervention von Landeshauptmann Arno Kompatscher nun ein neuer Vorschlag zum Versicherungsschutz vorliege.

Auf Intervention von Landeshauptmann Arno Kompatscher liegt nun ein neuer Vorschlag zum Versicherungsschutz für Ärte und Klinikpersonal vor.
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Auf Intervention von Landeshauptmann Arno Kompatscher liegt nun ein neuer Vorschlag zum Versicherungsschutz für Ärte und Klinikpersonal vor. - Foto: © shutterstock

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb sei angewiesen, das für ein Jahr gültige Angebot anzufordern.

Des Weiteren habe Stocker die Landesabteilung Gesundheit angewiesen, im Sanitätsbetrieb die vollständige Dokumentation sowie die gesamte Korrespondenz anzufordern, die im letzten Jahr zu diesem Thema vorliegen und die Abläufe und Verantwortlichkeiten festzustellen. Nur so sei es möglich, transparent aufzuklären und konsequent alle weiteren Schritte zu setzen, sagt die Landesrätin.

Wie berichtet, droht den Patienten ab nächster Woche Ungemach. Wegen fehlendem Versicherungsschutz gegen grobe Fahrlässigkeit wollen Ärzte nur noch Notfälle behandeln. Zu allem Überfluss stellte sich am Dienstag auch noch heraus, dass ab 1. Juli  der gesamte Sanitätsbetrieb mit seinen 7 Spitälern ohne Versicherungspolizze ist.

„Das ist der größte Skandal der letzten Jahre“, sagte Primar Reinhold Perkmann nach der Krisensitzung mit General Thomas Schael und Betriebsleitung am Dienstag. 

lpa/stol

stol