Dienstag, 30. Januar 2018

Nach Zugunglück bei Mailand: Sitz von Bahngesellschaft durchsucht

Nach einem Zugsunglück am Donnerstag nahe Mailand, bei dem drei Frauen ums Leben gekommen sind und weitere 46 Menschen verletzt wurden, hat die Mailänder Staatsanwaltschaft am Dienstag den Sitz der regionalen Bahngesellschaft Trenord, Betreiberin des verunglückten Zuges, sowie des Bahnnetzbetreibers RFI durchsucht. Dabei wurden Dokumente und Computer beschlagnahmt.

Nach dem Zugunglück in Mailand wurde die Zentrale von Trenord untersucht.
Nach dem Zugunglück in Mailand wurde die Zentrale von Trenord untersucht. - Foto: © LaPresse

Ermittlungen wurden gegen vier Manager der beiden Gesellschaften aufgenommen. Ihnen wird Fahrlässigkeit vorgeworfen, berichteten italienische Medien. Einvernahmen sollten in den nächsten Tagen erfolgen. Ermittlungen habven auch das Verkehrsministerium und RFI aufgenommen.

Die Staatsanwaltschaft suchte nach Zeugen. Die Ermittler appellierten daher an Pendler an Bord des verunglückten Zuges, sich bei ihnen zu melden. Die Leichen der drei Todesopfer – drei Frauen – sollen obduziert werden.

Einige Räder des Zuges waren zwei Kilometer vor dem Unglücksort in Pioltello aus den Schienen gesprungen. Die Garnitur kollidierte daraufhin mit mehreren Strommasten neben der Strecke.

apa

stol