Mittwoch, 10. April 2019

Nachsorge und neue Richtlinien: „Zöli's“ informieren sich

Großes Interesse bei der Mitgliederversammlung der Zöliakievereinigung AIC Südtirol: Schwerpunkte waren am Wochenende die Fachvorträge zum Thema „Zöliakie – die Wichtigkeit der Nachsorge“ der Ärzte Laura Zancanella und Wolfgang Kleon sowie das aktuelle Thema der neuen Richtlinien des Landes für die Zuweisung glutenfreier Produkte.

Die AIC-Vorstandsmitglieder Stefano Patton und Priska Petermeir (1. und 3. v.l.) mit den Referenten Wolfgang Kleon und Laura Zancanella. - Foto: AIC
Badge Local
Die AIC-Vorstandsmitglieder Stefano Patton und Priska Petermeir (1. und 3. v.l.) mit den Referenten Wolfgang Kleon und Laura Zancanella. - Foto: AIC

Mit über 400 Mitgliedern ist die Zöliakie-Vereinigung Südtirol die Interessensvertretung aller Zöliakiebetroffenen in Südtirol. Am Samstag fand im Restaurant „Cibus“ in Bozen Süd die Jahreshauptversammlung statt. Das Interesse an den Fachvorträgen und an den anderen Themen der Mitgliederversammlung war groß.

Mit den Ärzten Laura Zancanella und Wolfgang Kleon konnten zwei erfahrene Referenten gewonnen werden, um über die Nachsorge bei Zöliakiebetroffenen im Kinder- und Jugendalter bzw. bei Erwachsenen zu informieren.

Im zweiten Teil der Veranstaltung berichtete der Vorstand vor allem über über die neuen Richtlinien des Landes für die Zuweisung glutenfreier Produkte. Die Mitglieder wurden über den neuesten Stand informiert und in einer anschließenden Diskussionsrunde konnten offen Fragen und Unklarheiten besprochen werden.

„Das Unbehagen der über 1600 Zöliakiebetroffenen in Südtirol über die neuen Richtlinien ist verständlich, weil es für uns finanzielle Einbußen, zudem Einschränkungen bei der Produktauswahl und einen bürokratischen Mehraufwand bedeutet“, erklärt der Präsident der Zöliakievereinigung Stefano Patton.

Nachdem das Inkrafttreten der neuen Beschlüsse von Seiten der Landesregierung bis zum 1. Juli aufgeschoben wurde, wurde der Vorstand von den anwesenden Mitgliedern bestärkt, in den kommenden Wochen und Monaten weiterhin für die „elektronische Vergabe“ der Gutscheine und für die Gleichstellung der Beiträge für Frauen und Männer eintreten. Eine weitere Forderung betraf die Auswahl der Produkte: die ortstypischen und regionalen glutenfreien Produkte sollen weiterhin mit dem Beitrag abrechenbar sein.

stol

stol