Sonntag, 14. August 2016

Napolitano verabschiedet sich aus Sexten

Am Samstag ist der dreiwöchige Bergurlaub von Ex-Präsident Giorgio Napolitano und seiner Frau Clio in den Sextner Dolomiten zu Ende gegangen.

Hotelchefin Evi Oberhauser und ihre Mitarbeiter wünschen dem Presidentenpaar eine gute Heimreise
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Hotelchefin Evi Oberhauser und ihre Mitarbeiter wünschen dem Presidentenpaar eine gute Heimreise

Zuvor verabschiedete sich der charismatische Politiker mit seinem Urlaubsmarkenzeichen, dem weißen Sonnenhut, bei Hotelchefin Evi Oberhauser und ihrem Hotelpersonal und schüttelte auch jedem seiner Sicherheitskräfte zum Abschied die Hand.

Oskargewinner bei Verabschiedung

„Leider ist diese wunderschöne Zeit schon wieder zu Ende“ so Napolitano beim Händedruck mit Evi Oberhauser, „bis zum Wiedersehen hoffentlich im nächsten Sommer“. Zum Abschied hatte sich noch ein besonderer Gast des Kurhotels Bad Moos eingefunden. Selbst Oskarpreisträger von 2014 (La grande bellezza), Drehbuchautor und Starregiseur Paolo Sorrentino wollte dem „Presidente“ eine gute Heimreise wünschen. Der gebürtige Neapoletaner hatte sich mit dem einstigen Staatsoberhaupt während seiner Ferien mehrmals zu Gesprächen getroffen.

Dann bestieg ein sichtlich gut erholter Giorgio Napolitano kurz vor halbzehn Uhr seine Limunsine und verließ Sexten. Mit der Hochgeschwindigkeitsbahn „Freccia d’Argento“ ging es später zurück nach Rom.
 
Unkompliziert, liebenswürdig, umgänglich – ganz feine Leute

Den Hotelmitarbeitern war das Ehepaar Napolitano in den vergangenen drei Wochen ans Herz gewachsen: „ganz feine Leute, die keine Extrawünsche geltend machten“. „Man hat ihre Anwesenheit trotz der Sicherheitsvorkehrungen kaum gemerkt“ so eine Dame an der Hotelreception. Der Presidente wollte ausdrücklich mit den anderen Hausgästen im Hotelspeisesaal speisen.

Bergurlaub und auch ein bisschen Politik

Ansonsten war der Bergurlaub geprägt von zahlreichen Spaziergängen ins Fischleintal, zu den Sextner Almen und in die nähere Umgebung des oberen Pustertales.

Nicht fehlen durfte die tägliche Macchiato-Runde ins nahegelegene Moos. Aber auch politische Treffen waren Teil des Ferienprogrammes von Giorgio Napolitano. Erst vor einer Woche hatte er Landeshauptmann Arno Kompatscher zum Sommergespräch in Bad Moos empfangen.

Bleibt der Wunsch des „Presidente“ im kommenden Jahr wieder in seine vielgeliebten Südtiroler Berge zurück zu kehren.
 
Christian Tschurtschenthaler

stol