Dienstag, 06. Juni 2017

Naturmuseum: Maulwurfsgrille gesucht

Wo in Südtirol kommt noch die Maulwurfsgrille vor? Diese Frage stellt sich das Naturmuseum Bozen und bittet die Südtiroler um Mithilfe. Wer ein Exemplar sieht, soll sich beim Museum in Bozen melden.

Die Maulwurfsgrille ist das Objekt der Begierde. Wer ein Exemplar sieht, sollte sich ans Naturmuseum Bozen wenden.
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Die Maulwurfsgrille ist das Objekt der Begierde. Wer ein Exemplar sieht, sollte sich ans Naturmuseum Bozen wenden.

Die Maulwurfsgrille ist die größte einheimische Grille. Sie lebt auf Äckern sowie in Gärten. Auffallend sind ihre zum Wühlen geeignete Grabschaufeln an den Vorderbeinen.

Auch der abgeflachte, walzenförmige, erdbraune Körper und die kleinen „Knopfaugen“ sind Anpassungen an die unterirdische Lebensweise. Maulwurfsgrillen sind vor allem in der Dämmerung und in der Nacht aktiv. Oft hört man ihren Trillergesang, ein lang anhaltendes „trüüü“. 

Die Maulwurfsgrille verursacht bei Massenvermehrung bei Nutzpflanzen Schäden an den Wurzeln. Andererseits verzehrt sie Schadinsekten, wie die Larven von Schnellkäfern und Schadwürmern und eine südamerikanische Art wird sogar zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt.

Bestand stark zurückgegangen

Die Europäische Maulwurfsgrille dürfte in Südtirol in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen sein. Es gibt aber kaum konkrete Daten zu ihrer aktuellen Verbreitung.

Das Naturmuseum Südtirol in Bozen bittet die Bürger um Mithilfe: Wer ein Exemplar dieser Tierart sieht, möge sich via Mail beim Naturmuseum in Bozen melden.

Auch ältere Beobachtungen von Interesse

Angegeben werden sollten in der Mail der Name des Beobachters, das Funddatum und die genaue Ortsbeschreibung. Von Interesse sind sowohl aktuelle Vorkommen als auch ältere Beobachtungen. Wenn möglich, sollten Funde durch ein Foto belegt werden.

Tot aufgefundene Tiere können beim Museum abgegeben werden.

stol

stol