Donnerstag, 26. Mai 2016

Neue Flüchtlingstragödie im Mittelmeer: Mindestens 20 Tote

Auf der Flüchtlingsroute zwischen Libyen und Italien ist wieder ein Boot gesunken – für mindestens 20 Menschen kam jede Hilfe zu spät.

Vor der libyschen Küste hat sich am Donnerstag erneut eine Flüchtlingstragödie mit mindestens 20 Toten ereignet. Bis zum Nachmittag seien 88 Migranten lebend aus dem Meer gerettet worden, 77 von einem spanischen Schiff und elf von der italienischen Küstenwache, sagte Rino Gentile, ein Sprecher der EU-Mission EUNAVFOR MED, der Deutschen Presse-Agentur.

„Wir haben die Körper von etwa 20 Leichen im Wasser entdeckt, aber sie sind noch nicht geborgen worden“, erklärte er. Aus welchen Ländern die Flüchtlinge stammen, war zunächst unklar.

Flugzeuge von EUNAVFOR MED hatten die Verunglückten zuvor im Meer entdeckt. Nachdem ihr Holzboot 30 Seemeilen vor Libyen gesunken war, klammerten sich viele noch an das Wrack. Aus der Luft seien den verzweifelten Menschen im Wasser Schwimmwesten zugeworfen worden, hieß es.

dpa

stol