Die Zusammenarbeit zwischen Grundbesitzern, Jägerschaft und Behörde sei notwendig, führte Profanter bei der Feier in der Fortschule Latemar weiter aus; es brauche Bewirtschaftung und Pflege, Wald- und Almbereich seien so zu behandeln, dass die Ansprüche der Natur wie auch des Wirtschafts- und Siedlungsraum des Menschen erfüllt werden.Referate zu Wildlebensräumen und Aufwertung von HabitatenIn einführenden Referaten wurden Aspekte dieser Lebensraumgestaltung beleuchtet: Über die Erhaltung wertvoller Wildlebensräume durch aktive Verbesserungsmaßnahmen sprach etwa der Forstwirt und Wildbiologe Lothar Gerstgrasser vom Jagdverband. Rainer Ploner, stellvertretender Direktor des Forstinspektorates Bozen 1, referierte über die Aufwertung von Habitaten durch Schaffung von Freiflächen, Weideverbesserungen und wildfreundliche Waldpflege."Aktiv im Revier"Der Fokus wird im Forstinspektorat nicht nur auf Wildtiere gelegt, auch Wassertiere und verschiedene Kleintiere finden durch Renaturierungen an Gewässern und in Mooren attraktive Habitate. In seinem Referat "Aktiv im Revier" stellte Markus Kantioler einige Lebensraumverbesserungen in seinem Jagdrevier Klausen vor. Rund 30 Jäger haben in diesem Jahr nicht weniger als 500 Arbeitsstunden für Lebensraumgestaltung geleistet. Wichtig, betonte er, sei die Bewusstseinsbildung der Jägerschaft für ökologische Maßnahmen."Willkommen in der Minderheit""Willkommen in der Minderheit" hieß Direktionsassistent Benedikt Terzer vom Jagdverband die neuen Jägerinnen und Jäger; denn: 99 Prozent der Südtiroler Bevölkerung sind Nicht-Jäger. Daher sei es nicht als gegeben anzunehmen, dass die Mehrheit der Bevölkerung über Wild und Jagd Bescheid weiß und diesem Bereich Zustimmung entgegenbringt.123 neue Jäger in Südtirol108 Männer und 24 Frauen haben in diesem Jahr Theorie und Praxis der Jagdprüfung bestanden und werden nun zur Riege der 6085 Jägerinnen und Jäger in Südtirol dazugezählt. ZurTheorieprüfung angetreten sind 230 Kandidaten und Kandidatinnen, bestanden haben 157, also 68 Prozent. Zur Schießprüfung sind 174 Kandidaten und Kandidatinnen angetreten, davon haben 139 (80 Prozent) mit positivem Erfolg abgeschlossen.Die Jagdbefähigung erhält, wer zudem wahlweise den Nachweis eines Revierpraktikums oder eines Jungjäger-Praxiskurses erbringt: 85 Jägeranwärter haben das Revierpraktikum absolviert und 47 Prüfungsabsolventen den Jungjäger-Praxiskurs besucht.lpa/stol