Donnerstag, 11. August 2016

Neue Masche der Betrüger: Schein-Immobilien

In den vergangenen Tagen haben sich immer wieder Bürger mit demselben Problem an die Post- und Kommunikationspolizei in Bozen gewandt: Sie seien Opfer von Betrügern geworden, die über Wohnungs-Inserate im Internet Kontakt aufnehmen.

Foto: Post- und Kommunikationspolizei
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Foto: Post- und Kommunikationspolizei

Die Opfer hätten die betrügerischen Anzeigen von Immobilien-Vermietungen auf ganz normalen Webseiten gesehen. Die Anzeigen selbst seien schön und aufwendig gestaltet gewesen, um möglichst großes Interesse zu erwecken.

Bei der telefonischen Kontaktaufnahme hätte der Vermieter behauptet, er befände sich derzeit im Ausland. Zwar könne er für eine Wohnungsbesichtigung nach Südtirol kommen - doch da er in der Vergangenheit diese Reise schon häufiger umsonst, also ohne abgeschlossenen Vertrag, unternommen hätte, verlange er eine Anzahlung, sozusagen als Beweis für bestehendes Interesse.

Um nicht das Misstrauen der potentiellen Opfer zu wecken, verlangten die angeblichen Vermieter jedoch keine Überweisung auf das eigene Konto. Die Bürger sollten lediglich beweisen, über genügend finanzielle Mittel zu verfügen, indem sie über eine Geldvermittlungsfirma zwei Monatsmieten an einen Freund oder Verwandten überwiesen.

Anschließend musste man dem Vermieter "lediglich" die Bestätigung der vollzogenen Überweisung schicken. Auf dieser befinden sich jedoch alle Kontodaten. So war es den Betrügern ein leichtes, den Opfern Geld direkt aus dem Konto zu stehlen.

Aus diesem Grund ruft die Post- und Kommunikationspolizei erneut auf, keine Geldüberweisungen durchzuführen, bevor man nicht den Vermieter persönlich getroffen und sich vergewissert hat, dass er zu einem Mietvertrag berechtigt ist.

Die Bürger können weitere Informationen unter der Rufnummer 0471/531413 erhalten. 

stol 

stol