Mittwoch, 20. Mai 2020

Neuer Blickfang für Bozens ältesten Radweg

In den 1980er Jahren entstand entlang des Eisacks Bozens 1. Radweg. Nun ziert ein Hochrad die Radstrecke. Es steht sinnbildlich für die Entwicklung Bozens zu einer modernen Fahrradstadt.

Das Hochrad am Eisackradweg steht sinnbildlich für Bozens Entwicklung zur modernen Fahrradstadt.
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Das Hochrad am Eisackradweg steht sinnbildlich für Bozens Entwicklung zur modernen Fahrradstadt. - Foto: © Stadt Bozen
Seit einigen Tagen schmückt ein Hochrad Bozens ältesten Radweg, den Eisackradweg. Das Hochrad ist ein Vorläufer des modernen Fahrrads und soll laut Mobilitätsstadträtin Maria Laura Lorenzini darauf aufmerksam machen, dass der Eisackradweg ein Wegbereiter für die heutige Fahrradkultur in der Stadt ist.

Bozens 1. Radweg entstand in den 1980er Jahren. Die Entscheidung, die Bahnlinie Bozen - Meran innerstädtisch in die Nähe des Virgls zu verlegen, eröffnete der Stadt neue Nutzungsperspektiven für das rechte Eisackufer. Die Meinungen darüber, was man aus dieser neu gewonnenen Fläche machen sollte, gingen weit auseinander.

Während sich die einen für eine Vergrößerung der Promenade stark machten, traten andere für den Ausbau des Straßennetzes ein. Schließlich einigte man sich auf den Bau eines Radweges, der parallel zur Fußgängerpromenade verlaufen sollte. Erstmals konnten nun auch die Bewohner der entlegeneren Stadtteile bequem ins Zentrum radeln, ohne lästigen Autoverkehr und - dank zahlreicher Unterführungen - ohne auch nur eine Straße überqueren zu müssen.

Wie bei einem Radschnellweg wurden entlang der gesamten Strecke Zu- und Abfahrten gebaut. Dadurch kann der Radweg von allen Stadtvierteln aus befahren werden.

Kultur der Fahrradnutzung

Dass Bozens 1. Radweg sich zu einem absoluten Erfolgsmodell entwickelte, war insbesondere dem Streckenverlauf am Eisack und der schnellen Anbindung zum Stadtzentrum zu verdanken. Entscheidend aber ist, dass sich mit dem Bau des 1. Radwegs die Kultur der Fahrradnutzung in Bozen etablieren konnte.

Heute verfügt Bozen über ein 50 km langes Radwegenetz. Das Fahrrad ist das beliebteste Fortbewegungsmittel. 30 Prozent der Verkehrswege innerhalb der Stadt werden mittlerweile mit dem Rad zurückgelegt.
In den nächsten Wochen wird der Eisackradweg abschnittweise neu begrünt und bepflanzt.

stol