Montag, 01. August 2016

Neunjähriger verhindert Entführung von neugeborenem Bruder

Ein Neunjähriger hat die Entführung seines neugeborenen Bruders aus einem Hamburger Krankenhaus verhindert. Eine 34-Jährige sei am Freitag in ein Patientenzimmer der Klinik gegangen und habe dort ein Baby an sich genommen, während die Mutter geschlafen habe, erklärte die Polizei am Montag. Ihr ebenfalls anwesender älterer Sohn sei der Frau aber gefolgt.

Krankenhäuser sind oft schwer zu kontrolliern.
Krankenhäuser sind oft schwer zu kontrolliern. - Foto: © shutterstock

Der Bub sprach die Verdächtige an, woraufhin diese ihm seinen kleinen Bruder übergab. Die Frau sei womöglich psychisch krank, erklärten die Beamten. „Sie machte einen geistig verwirrten Eindruck und wurde dem psychiatrischen Notdienst übergeben und stationär aufgenommen.“ Der Säugling sei unverletzt geblieben.

Vermutlich „geistig verwirrt“

Nach Angaben der Polizei betrat die 34-Jährige das Zimmer des Krankenhauses im Stadtteil Heimfeld am Freitagnachmittag und nahm den Säugling mit, der in einem eigenen Bett neben seiner schlafenden Mutter lag. Nachdem dessen älterer Bruder ihr durch das Gebäude gefolgt war und das Baby wieder an sich genommen hatte, wurde die Verdächtige ebenfalls noch in dem Krankenhaus angehalten und dann von Polizeibeamten festgenommen.

apa/afp

stol