Montag, 09. April 2018

Nilpferde von Drogenbaron sollen in Zoos untergebracht werden

Der kolumbianische Drogenbaron Pablo Escobar schaffte sich einst 4 afrikanische Flusspferde für den Tierpark in seiner Hacienda Nápoles an – heute versetzen deren verwilderte Nachkommen die Menschen in der Region in Angst und Schrecken. Eine örtliche Umweltschutzorganisation will die Nilpferde nun in Zoos im Ausland unterbringen.

Der kolumbianische Drogenbaron Pablo Escobar schaffte sich einst 4 afrikanische Flusspferde für den Tierpark in seiner Hacienda Nápoles an.
Der kolumbianische Drogenbaron Pablo Escobar schaffte sich einst 4 afrikanische Flusspferde für den Tierpark in seiner Hacienda Nápoles an. - Foto: © shutterstock

„Wir haben in den vergangenen Jahren Anstrengungen unternommen, sie in andere Länder zu bringen. Es gibt Zoos im Ausland, die Interesse haben“, zitierte die Zeitung „El Tiempo“ am Montag den Biologen David Echeverry. Gespräche gebe es mit Peru, Uruguay, Mexiko und Ecuador.

Nachdem Escobar 1993 von Sicherheitskräften erschossen worden war, verfiel die Hacienda Nápoles. Die Nilpferde zogen in die umliegenden Wälder und pflanzten sich fort. Die Tiere zerstören immer wieder Felder und bringen Menschen in Gefahr. Zwar seien einige Flusspferde bereits sterilisiert worden, allerdings sei unklar, wie viele Exemplare in der Region leben, sagte Echeverry.

„Es sind zwei oder drei Gruppen. Manchmal sind sie unter Wasser, dann wieder an Land. Deshalb wissen wir nicht genau, wie viele es gibt“, sagte der Leiter des Themenparks Hacienda Nápoles, Oberdan Martínez.

dpa

stol