Montag, 22. Oktober 2018

Oberleitung beschädigt - Wiener Straßenbahnen blieben liegen

Ein Ladekran hat Montagfrüh in Wien-Alsergrund eine Oberleitung beschädigt, Folge waren massive Beeinträchtigungen bei zahlreichen Straßenbahnlinien. Den Garnituren ging der Strom aus, Fahrgäste mussten teils auch außerhalb der Stationen aussteigen. Zunächst waren nach Auskunft der Wiener Linien mehr als 10 Linien betroffen.

Für so manche Tramway hieß es "Rien ne va plus". - Foto: APA
Für so manche Tramway hieß es "Rien ne va plus". - Foto: APA

Weil stromlose Straßenbahnen teilweise auch den Individualverkehr blockierten, kam es laut ÖAMTC zu massiven Staus. „Die Reparaturarbeiten laufen auf Hochtouren”, sagte Dominik Gries von der Wiener Linien.

Viele der zunächst vom Stromausfall betroffenen Straßenbahnen waren Montagvormittag wieder unterwegs. Laut Wiener Linien wurde der Betrieb auf den Linien 1, D, 71, 2, 5, 33, 37, 38, 40, 41 und 42 sowie bei der Busverbindung 40A wieder aufgenommen. Gegen 9 Uhr zunächst weiter gestört waren die Linien 9, 43, 44, 49 und 52. Sie wurden umgeleitet beziehungsweise kurzgeführt.

Bahnen vor allem im Bereich Schottentor betroffen

Der Ladekran hatte bei einer Umkehrschleife der Linie 43 am Zimmermannplatz im Bezirk Alsergrund eine Oberleitung beschädigt, sagte Dominik Gries von den Wiener Linien. Vom daraus resultierenden Stromausfall waren am späten Montagmorgen vor allem im Bereich Schottentor beim „Jonas Reindl” verkehrende Straßenbahnen betroffen.

Unmittelbar von der gekappten Stromzufuhr betroffen waren laut Gries „ein paar Dutzend” gerade fahrende Garnituren. Wie viele Passagiere sie im Montag-Frühverkehr in die Arbeit oder zur Schule beförderten, werde erst erhoben.

Keine Behinderungen für die betroffenen Passagiere 

Längere Zeit „gefangen” seien die Fahrgäste nicht gewesen. „Jede Straßenbahn hat eine Notentriegelung”, sagte der Sprecher. Entweder betätigten der Fahrer oder Passagiere die beiden Riegel, oder aber es ist ohnehin noch ausreichend Strom an Bord gewesen, um die Türen aufzumachen.

”Wenn eine Straßenbahn einmal fährt, kann sie eventuell auch ohne Stromzufuhr in den nächsten Stationsbereich rollen”, so Gries. Steht sie aber gerade, etwa an einer Ampel, geht naturgemäß nichts mehr. Wie viele Fahrgäste heute deswegen „unterwegs” vorsichtig aussteigen mussten, könne er noch nicht sagen. Unmittelbare Folge des Vorfalls seien mit Sicherheit verspätete Menschen gewesen.

apa

stol