Dienstag, 22. August 2017

ÖBB-Ticketautomaten mit neuer Benutzeroberfläche

Bereits seit Juni werden die Ticketautomaten der ÖBB auf eine neue Benutzeroberfläche umgestellt, bis Jahresende soll dies auf allen rund 1.000 Automaten erfolgt sein.

Die Ticketautomaten der ÖBB werden auf eine neue Benutzeroberfläche umgestellt.
Die Ticketautomaten der ÖBB werden auf eine neue Benutzeroberfläche umgestellt. - Foto: © STOL

Seit Dienstag ist die neue Oberfläche auch in Wien und Niederösterreich verfügbar, hieß es bei einem Pressegespräch in der Bundeshauptstadt.

Nun ist der gesamte Öffi-Verkehr, also auch Tickets aller 7 Verkehrsverbünde, an den Automaten verfügbar. Es können regionale und überregionale Tickets für Züge, Bus und Straßenbahn gekauft werden – unabhängig vom Kaufort.

Über 400.000 buchbare Haltestellen

Im neuen System befinden sich über 40.000 buchbare Haltestellen, erklärte Valerie Hackl, Vorstandsmitglied der ÖBB Personenverkehr AG. Die Automaten dienen dem schnellen Kauf einfacher Tickets, spezielle Angebote wie Sparschiene oder Nachtreisen sind dort nicht verfügbar. Sie können wie bisher am Schalter, Online oder via App gekauft werden.

In Vorarlberg, Tirol und Salzburg ist die Umstellung bereits abgeschlossen, in Oberösterreich und Kärnten hat sie begonnen.

Bisherige Software veraltet

Die bisherige Software war seit mehr als 15 Jahren im Einsatz und nicht mehr zeitgemäß. Mit dem neuen Bedienmodus gibt es mehr Funktionen, Informationen und Stationen. So erhalten Kunden beispielsweise Informationen über den nächsten Zug für die gewählte Strecke.

Gebucht werden kann bis an das Fahrziel, also beispielsweise das ÖBB Ticket nach Graz inklusive Straßenbahnticket für die steirische Landeshauptstadt.

Für Kunden, die von Wien zum Flughafen wollen und etwa die Jahreskarte der Wiener Linien besitzen, ist der Ticketkauf einfacher gestaltet. Musste bisher die jeweilige Stadtgrenze manuell ausgewählt werden, macht das künftig automatisch der Automat, es muss lediglich die Schaltfläche „Ab Stadtgrenze“ angetippt werden, sagte Hackl.

Anzeige mit einfacher Lesbarkeit

Der Automat erlaubt nun auch die Umstellung auf eine Anzeige mit einfacher Lesbarkeit. Für Personen mit Beeinträchtigung ihrer Sehstärke bietet diese Oberfläche eine größere Schrift und höhere Kontraste, es wird auf jeder Bildschirmseite nur eine Frage gestellt.

Bis am Dienstag wurden bereits 500.000 Ticketkäufe auf allen umgestellten Automaten getätigt. Die Umstellung in Wien erfolgt in 2 Phasen. Am Dienstag wurde auf den hochfrequentierten Bahnhöfen, also Hauptbahnhof, Floridsdorf, Meidling, Spittelau und Wien-Mitte gestartet.

Ab Mitte Oktober sollen die restlichen Automaten umgerüstet werden. In Eisenstadt wurde ebenfalls am Dienstag ein modernisierter Ticketautomat in Pilotbetrieb genommen. Während des Wechsels auf die neue Oberfläche werden die Kunden an allen größeren Bahnhöfen durch ÖBB-Promotor unterstützt.

Systemumstellung kostet 50 Millionen Euro

Mit rund 20 Millionen Tickets jedes Jahr werden die meisten Fahrkarten an den Automaten verkauft, erläuterte Hackl. Insgesamt erwerben Kunden jährlich 30 Millionen Tickets. Die gesamte Systemumstellung beginnend mit 2014 – auch jene der Homepage sowie der mobilen App – kostet die Bahn 50 Millionen Euro.

Bis Jahresende soll der Ticketkauf überall nach demselben Prinzip, unabhängig davon ob am Automaten, per App oder im Online-Ticketshop, erfolgen.

apa

stol