Dienstag, 26. Juli 2016

Organspende: In 109 Gemeinden Willenserklärungen möglich

In 94 Prozent aller Südtiroler Gemeinden - das sind 109 von 116 - beteiligen sich an der 2015 von Gesundheitslandesrätin Martha Stocker und dem Gemeindeverband initiierten Kampagne.

In nur einem Jahr konnte der Bedarf an Spenderorganen für Südtiroler Patienten auf der Warteliste am Innsbrucker Transplantationszentrum fast gedeckt werden.
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In nur einem Jahr konnte der Bedarf an Spenderorganen für Südtiroler Patienten auf der Warteliste am Innsbrucker Transplantationszentrum fast gedeckt werden. - Foto: © shutterstock

Eine Übersicht, die vom Landesressort für Gesundheit und der Spendevereinigung AIDO ausgearbeitet wurde, listet auf, wie es um die Beteiligung der Gemeinden bei der Willenserklärung zur Organspende steht. Südtirol ist demnach italienweit Spitzenreiter.

"Die Zahlen geben uns recht: was klein begonnen hat, ist nun ein beispielloses Erfolgsprojekt. Das Thema Organspende war in Vergessenheit geraten, nun sprechen die Menschen wieder darüber und entscheiden sich", freute sich Landesrätin Stocker am Dienstag.

Ihr Dank geht dabei vor allem an die Gemeinden und an die Spendevereinigung AIDO, die dieses Projekt unterstützt und mitgetragen haben.

109 Gemeinden in Südtirol sind dabei

Im gesamtstaatlichen Transplantationszentrum liegt die offizielle Zahl der teilnehmenden Gemeinden aktuell bei 96: der numerische Unterschied ergibt sich aus dem Umstand, dass die Registrierung der Gemeinden und der entsprechenden Willenserklärungen im Transplantationszentrum in Rom etwas zeitverzögert erfolgt.

Tatsächlich sollen es aber, laut Gemeindeverband, 109 Gemeinden sein.

Bedarf für Südtiroler Patienten fast gedeckt

Dies zeuge, laut Landespresseagentur, von einer enormen Spenderbereitschaft, die bereits Früchte trägt: In nur einem Jahr konnte der Bedarf an Spenderorganen für Südtiroler Patienten auf der Warteliste am Transplantationszentrum in Innsbruck fast gedeckt werden, meldet das Lpa. 

"Die Unterstützung der Meldeämter in den Gemeinden und jene der Menschen vor Ort ist einzigartig in ganz Italien. Die öffentliche Diskussion über das Thema Organspende hat zu einer Bewusstmachung geführt. Damit konnte gar einigen Südtiroler Patienten ein neues, zweites Leben geschenkt werden", zeigte sich Landesrätin Stocker angesichts der positiven Bilanz zufrieden.

Südtirol ist weit voraus

Im Vergleich mit anderen Regionen wird die Vorreiterrolle Südtirols in Sachen Organspende besonders deutlich: Nach Südtirol hat Umbrien den höchsten Prozentsatz mit derzeit 55,4 Prozent der Gemeinden, in der Emilia Romagna beteiligen sich 33,2 Prozent am Projekt. Alle anderen Regionen liegen zum Teil weit unter diesen Werten.

stol/lpa

stol