Mittwoch, 21. Juni 2017

Ozon: Informationsschwelle erneut überschritten

Mit dem Anstieg der Temperaturen und der Sonneneinstrahlung sind die Ozonkonzentrationen gestiegen. Darauf weist der Direktor des Labors für physikalische Chemie der Landesagentur für Umwelt, Luca Verdi, hin.

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Foto: © shutterstock

Die Informationsschwelle liegt bei 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

Am 20. Juni wurde an 5 Messstationen die Informationsschwelle von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) überschritten, und zwar in Neumarkt um 21 Uhr (Stundenmittelwert 195 µg/m³), in Kurtinig an der Weinstraße von 19 bis 22 Uhr (höchster Stundenmittelwert 207 µg/m³), in Bozen um 20 Uhr (Stundenmittelwert 183 µg/m³), in Leifers von 19 bis 21 Uhr (höchster Stundenmittelwert 200 µg/m³), am Ritten von 19 bis 20 Uhr (höchster Stundenmittelwert 191 µg/m³).

Erhöhte Ozonkonzentrationen treten vor allem im Talkessel zwischen Bozen und Meran, im Unterland, an den Berghängen und an den angrenzenden Hochplateaus, insbesondere Ritten und Seiser Alm, auf. Hohe Temperaturen und eine starke Sonneneinstrahlung führen zu hohen Ozonkonzentrationen, während durch Niederschläge die Ozonkonzentrationen wieder sinken.

„Aufgrund der Wettervorhersage ist anzunehmen, dass am Mittwoch die Ozonkonzentrationen sinken werden“, erklärt Luca Verdi.

Besonders auf erhöhte Ozonkonzentrationen achten sollten ältere Menschen und Personen, die an Atemwegserkrankungen leiden, sagt Verdi. Sie sollten ungewohnte und starke Anstrengungen im Freien vor allem in den Nachmittagsstunden und in den Abendstunden vorsorglich meiden.

Die aktuellen Daten (Tages- und Monatsverläufe) sämtlicher Messstationen sind auf der Webseite der Landesagentur für Umwelt abrufbar. 

lpa

stol